Erstellt am 06. Februar 2013, 00:00

Kritik an Ausbildung. Fehlende Einrichtungen / Hella-Chef fordert zeitgemäße Berufsschulen für neue Lehrberufe. Konjunkturumfrage zeigt: Stabilisierung im Land.

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Von Vanessa Bruckner

GROSSPETERSDORF / Er ist Präsident der Industriellenvereinigung Burgenland und Geschäftsführer der Firma Hella in Großpetersdorf – und er ist unzufrieden. Unzufrieden mit der aktuellen Situation in puncto Aus- und Weiterbildung für sogenannte neue Lehrberufe.

„In unserem Bezirk gibt es“, so die Zuständigen, „ständig Nachfrage und Angebot für Berufe wie Mechatroniker, Produktions- oder Metalltechniker.“ Allerdings fehlen, so Hella-Geschäftsführer Manfred Gerger, „zeitgemäße und moderne Rahmenbedingungen für die Ausbildung dieser neuen und vielfältigen Lehrberufe“: „Unsere Lehrlinge werden in den Betrieben auf hochkomplexen und modernen Anlagen ausgebildet. In die Berufsschule muss ein Mechatroniker dann aber für die Elektrikerausbildung nach Oberwart gehen und die Mechanik wird ihm in Pinkafeld beigebracht – und das alles auch noch auf völlig veralteten Anlagen“, kritisiert Gerger und ergänzt: „Ein Werkzeugbautechniker drückt gemeinsam mit einem Schlosser die Schulbank, dabei haben die beiden Berufe nichts gemein, außer das dafür notwendige Basiswissen.“ Gerger fordert deshalb von der Politik, endlich mehr Geld für eine adäquate Lehrlingsausbildung in die Hand zu nehmen.

Burgenland: stabiler Konjunkturwinter 

Gleichzeitig informierten Manfred Gerger und Ingrid Puschautz-Meidl über die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage für das Burgenland. Puschautz-Meidl: „Zarte Anzeichen für eine gewisse Stabilisierung und ein leicht anziehendes Wachstum geben Anlass zur Hoffnung, dass das Konjunkturzwischentief überwunden werden wird.“ Das heißt, so die beiden Experten, dass es 2013 in der burgenländischen Industrie zwar keinen Absturz geben wird, aber auch keinen nennenswerten Aufschwung.“-->

Kritik. Manfred Gerger, Geschäftsführer der Firma Hella, appelliert an das Land Burgenland.Vanessa