Erstellt am 04. Juli 2012, 00:00

Kritik an Direktorin. BILDUNG / Erstmals waren Politiker zur Verabschiedung der Maturanten des Gymnasiums Oberschützen eingeladen.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERSCHÜTZEN / „Einige frustrierte Lehrer des Gymnasiums Oberschützen“ meldeten sich in der Vorwoche per E-Mail bei der BVZ, um Kritik an Direktorin Ingrid Weltler-Müller zu üben. Stein des Anstoßes war die Anwesenheit von Landesrätin Verena Dunst (SPÖ) bei der Verabschiedung der Maturanten.

„Weltler-Müller sieht sich offenbar als SPÖ-Funktionärin. Unter ihrem Vorgänger galt das Prinzip, dass Parteipolitik an der Schule nichts verloren hat. Das Kollegium wusste davon nichts, Partnerschaft schaut anders aus“, heißt es in der E-Mail. Die Direktorin kontert: „Viele Würdenträger des Landes waren eingeladen, auch Norbert Sulyok von der ÖVP war da. Dunst kam in Vertretung des Landeshauptmanns.“ Sulyok bestätigt das, meinte aber zur BVZ, dass „ich den Termin in Vertretung von Franz Steindl gemacht habe. Ich war auch verwundert darüber und weiß nicht, was die Politik bei einer schulinternen Veranstaltung verloren hat.“ Anders als Dunst durfte Sulyok den Maturanten nicht persönlich auf der Bühne gratulieren (siehe Foto). Dunst selbst reagierte überrascht auf die Kritik und vermutet dahinter die FCG (Fraktion christlicher Gewerkschafter): „Dass Politiker bei der Verabschiedung von Maturanten mit dabei sind, ist nichts Außergewöhnliches. Anscheinend werden hier alte Rechnungen beglichen.“

Lehrer übten in einem anonymen E-Mail Kritik an Direktorin Ingrid Weltler-Müller, weil unter anderem Landesrätin Verena Dunst auf der Bühne sein durfte.