Erstellt am 10. September 2014, 06:47

Krobath-Filialen bleiben offen. Fortführung der Feldbacher Firma wird angestrebt. Rund 20 Arbeitnehmer aus Südburgenland betroffen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Die Feldbacher Installationsfirma Krobath ist mit einer Überschuldung von rund 1,5 Millionen Euro insolvent. Dies teilten die Kreditschützer AKV, KSV und Creditreform am Dienstag der Vorwoche mit. Die Firma mit 292 Mitarbeitern beantragte am Handelsgericht Graz eine Sanierung ohne Eigenverwaltung - die vor allem an der Hausbank hängen dürfte.

Einschnitte für Dienstnehmer dürften kommen

Das oststeirische Unternehmen mit Filialen in der Steiermark, Niederösterreich und Burgenland war zuletzt wegen stark zurückgegangener Aufträge und einem harten Preiskampf innerhalb der Branche in der Steiermark in Schwierigkeiten geraten.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Feldbach war bisher vor allem im Bereich Heizungs- und Lüftungsanlagen, Gas- und Wasserinstallationen in Gebäuden sowie Bäder und Sanitäranlagen tätig. Betrieben werden elf Filialen, in der Steiermark in Graz, Hartberg, Fürstenfeld, Wagna, Mariazell, Unterpremstätten, Puch und Straden. Im Burgenland verfügt man über Standorte in Oberwart und Jennersdorf sowie in Niederösterreich in Traiskirchen.

Die Aktiva des Unternehmens sollen sich auf 14,4 Millionen Euro belaufen, die Passiva auf 15,9 Millionen Euro - die Masse davon bei Banken, Finanz sowie Löhne und Gehälter für Dienstnehmer. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von 1,5 Millionen Euro. Im Zuge der Sanierung dürfte es für die 292 Dienstnehmer zu Einschnitten kommen. Bei den Kreditschützern rechnet man mit Kündigungen, weiters sollen Filialen in Wagna, Mariazell, Unterpremstätten, Puch und Straden geschlossen werden.