Badersdorf

Erstellt am 18. August 2016, 05:28

von Laura Weingrill und Vanessa Bruckner

Konditorin verfasste das „Trau dich“-Buch. Konditorin Aloisia Bischof hat ein Buch über die Geschichte der traditionellen burgenländischen Hochzeiten verfasst.

Aloisia Bischof aus Badersdorf.  |  BVZ

Ob früher alles besser war, sei dahingestellt. Aber geselliger, geselliger war das Leben definitiv. Zumindest wenn es um den schönsten Tag im Leben eines Paares ging. Die burgenländische Hochzeit hat eine lange Tradition, die kaum jemand besser kennt als Zuckerbäckerin Aloisia Bischof aus Badersdorf.

Ein Jahrzehnt Arbeit stecken in 120 Seiten

 |  BVZ

„Früher haben Freunde und Familienmitglieder des Brautpaares gemeinsam in der Küche der Braut oder einer angemieteten Bäckerei die Hochzeitsmehlspeisen gebacken. Die einzelnen Arbeiten waren dabei ganz genau aufgeteilt und wurden von der Hochzeitsbäckerin geleitet. Jeder hatte seinen Aufgabenbereich. Da gab es diejenige, die für das Rühren des Teiges zuständig war, eine andere übernahm das Ausstechen und wieder eine andere das Verzieren der oft mehrstöckigen Torte“, berichtet Frau Bischof, die mit diesem Brauch aufgewachsen ist.

Sie sagt, fast ein bisserl wehmütig: „Heute findet man den Brauch nur noch sehr selten.“ Grund genug für die Badersdorferin, nicht nur mit ihren Backzutaten dagegenzuhalten, um die Tradition nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Ihr ganzes Wissen über Hochzeiten im Burgenland, hat sie im letzten Jahrzehnt fleißig notiert - jetzt ist daraus ein Buch geworden. „Hochzeitsbrauchtum im Burgenland“ ist 120 Seiten dick geworden und widmet sich mit unzähligen Fotos und Erzählungen des letzten Jahrhunderts ausschließlich den „Hochzeiten“ im Land, von anno dazumal bis heute.