Erstellt am 18. Juni 2014, 11:19

von Michael Pekovics

Kuriose Lage am Feld. Region / Die Bauern der Region leiden einerseits unter den Schäden durch Starkregen und Hochwasser, andererseits kommt deswegen aber zu wenig Wasser zu den Wurzeln.

Unterschiedlich. Während im Raum Schachendorf die Kürbisse gut wachsen, gibt es im Raum Großpetersdorf Probleme, weil die Felder verkrustet sind und kaum Wasser durch die Oberfläche dringt. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv/www.bilderbox.com
In der Steiermark bangen die Landwirte um ihre Ernte. Nach dem Dürrejahr 2013 sind es heuer Schädlinge, die den Bauern und vor allem den Pflanzen zu schaffen machen. Betroffen sind vor allem Kürbis, Mais und Erdäpfel. Die steirische Landwirtschaftskammer rechnet mit Schäden in Millionenhöhe.

Hochwasser – und trotzdem zu trocken

Im Südburgenland ist die Situation laut Auskunft des Landwirtschaftlichen Bezirksreferats Oberwart nicht so dramatisch. „Es gibt zwar große regionale Unterschiede, weil in manchen Gebieten viel Regen gefallen ist und anderswo weniger, aber im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung“, sagt Richard Matyas.

Interessant ist, dass es heuer trotz starker Niederschläge und Überschwemmungen dennoch für viele Pflanzen zu trocken ist. Warum, erklärt Matyas: „Durch die vielen Niederschläge ist das Wasser oft auf den Äckern stehen geblieben oder nur drüber geronnen. Die Felder sind teilweise stark verschlammt, deshalb kann das Wasser nicht in Boden eindringen. Das heißt, wir haben einerseits die Schäden vom Hochwasser und haben andererseits jetzt Probleme, weil durch die Verschlammung das Wasser nicht in den Boden bis zu den Wurzeln vordringen kann.“

Das begünstige den Befall durch Schädlinge. Jetzt hoffen viele Landwirte auf ausreichend Niederschläge, damit die Ernte für das heurige Jahr gesichert ist.