Erstellt am 21. Mai 2014, 10:45

von Daniel Fenz

Kurort abgesichert. Bad Tatzmannsdorf | Die Kurbad AG und Rudi Luipersbeck atmen auf. Die Leitung in Unterschützen kann nach acht Jahren verlegt werden.

 |  NOEN, Avita-Therme/avita.at
Das Projekt besteht bereits seit mehr als acht Jahre. Seit 2005 wurde zwischen Brunnenbesitzer in Unterschützen, der Gemeinde Oberschützen und dem Betreiber, der Kurbad AG, verhandelt. Jetzt kann die Leitung von der Bohrung zur Absicherung des Bad Tatzmannsdorfer Thermalwassers verlegt werden.

„Der Einsatz hat sich bezahlt gemacht, auch wenn es mühsam war. Über eine Million Euro wird investiert, damit die Versorgung gesichert ist“, freut sich Vorstandsdirektor Rudolf Luipersbeck. Jetzt fehlen nur noch die Thermalleitung, der Bohrlochausbau, die Technik und die Pumpstation. „Die Leitung wird im Sommer verlegt, im November sollte sie fertig sich“, freut sich Luipersbeck.

Adolf Schuh zieht seine Anzeige zurück

Der Durchbruch in der Endloscausa war möglich, weil Adolf Schuh von der Südburgenländischen Regionalbahn eine Anzeige gegen die Kurbad AG zurückgezogen hatte. „Jetzt ist alles erledigt, wir können starten“, sagt Luipersbeck. Das bestätigt auch Schuh: „Die Probleme sind aus der Welt geschafft, ich stehe dem Projekt positiv gegenüber, wir wollen nichts verhindern.“

Oberschützens Bürgermeister Günter Toth war immer wichtig, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Trinkwasserhorizonts kommt: „Wir evaluieren das seit einem Jahr und hoffen, dass es, wie von der Kurbad AG versprochen, keine Beeinflussung des Grundwassers gibt.“

Heimo Portschy, ein Vertreter der Brunnenbesitzer: „Alle gehen davon aus, dass es durch die Förderung der Thermalbohrung III zu keiner Beeinflussung des Trinkwasserhorizontes kommt. Ob dies tatsächlich so ist, wird man erst bei der Echtförderung sehen.“