Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Land der kleinen Einheit. DÖRFER IM JAHR 2020 / Beim Dorferneuerungssymposium in Stadtschlaining wurde angeregt über die Zukunft diskutiert.

Landeshauptmann Hans Niessl: »Dorferneuerung hat im Burgenland einen hohen Stellenwert.«  |  NOEN
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REGION / Beim Dorferneuerungssymposium am vergangenen Samstag auf der Burg Schlaining wurde der Frage nachgegangen, wie die burgenländischen Dörfer im Jahr 2020 aussehen. Zahlreiche Landespolitiker, Bürgermeister und Wissenschaftler hielten Vorträge oder diskutierten am Rande der Veranstaltung.

Die Kernaussage kam von Sozialwissenschaftler Ernst Gehmacher: „Ländliche Gemeinschaft ist machbar, die kleine Einheit – also das Dorf – wird in Zukunft wesentlich.“ Künftig sei die Gemeinde die wichtigste politische Grundeinheit, eine Entwicklung sei im Gange – zu einer Bürgergesellschaft von unten her.

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Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrätin Verena Dunst stimmten Gehmacher zu: „Aus diesem Grund ist die Dorferneuerung gerade im Burgenland so wichtig – weil wir eben das Land der kleinen Einheiten sind.“ Dennoch gäbe es auch Unterschiede zwischen Nord-, Mittel- und Südburgenland. „Vor allem in der Mitte und im Süden ist das Potenzial der Dörfer größer, die Menschen halten besser zusammen, weil die Strukturen viel kleiner als im Norden sind.“ Dieses Phänomen kennt auch Leo Radakovits, Bürgermeister von Güttenbach und Präsident des burgenländischen Gemeindebundes: „Durch die Einbindung von Jugendlichen in die Vereine des Dorfes kann viel Neues entstehen, dadurch gibt es viele Impulse.“


 

 
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