Erstellt am 27. September 2013, 11:09

Lange gesuchter Wechselbetrüger festgenommen. Aufgrund einer äußerst professionell geführten Amtshandlung durch Beamte der Polizeiinspektion Oberwart konnte am Donnerstag ein lange gesuchter Betrüger, der bereits in Frankreich eine Haftstrafe verbüßt hat, festgenommen werden.

Für einen Wechselbetrüger, der seit fünf Jahren im gesamten Bundesgebiet sein Unwesen treibt, klickten am Donnerstag auf einer Autobahnraststätte in Unterpremstätten in der Steiermark die Handschellen.

In Justizanstalt Eisenstadt eingeliefert

Der 52-jährige Rumäne wurde in einem Shop in Oberwart gefilmt, als er eine Kassierin um 100 Euro betrogen hatte. Beamte der Polizeiinspektion Spielfeld erkannten den Täter aufgrund eines Lichtbildes, konnten ihn verhaften und in die Justizanstalt Eisenstadt einliefern.

Die Kassierin des Shops hatte den Mann, der bereits geflüchtet war, nach Abspielen des Filmes aus der Überwachungskamera erkannt, Polizisten fertigten ein Lichtbild an und sendeten dieses an sämtliche umliegende Dienststellen. In der Zwischenzeit war der Mann auch in Fürstenfeld erfolgreich. Dort hatte er in einem Laden einen „Gewinn“ von 300 Euro erzielt.

Bei Einvernahme 100 Delikte zugegeben

Beamten der PI Spielfeld fiel bei der Fahndung ein verdächtiges Fahrzeug auf, weshalb sie den Lenker überprüften, wobei sie diesen aufgrund des von der Polizeiinspektion Oberwart ausgesendeten Lichtbildes als den gesuchten Wechselbetrüger erkannten.

Bei der Einvernahme gab der Täter pro Jahr vorerst ca. 100 derartige Delikte mit einer etwa 10%igen Erfolgsquote zu.

Stets gleichen Trick angewendet

Er wartete vor der Kasse, bis sich dort mehrere Kunden angesammelt hatten, nahm einen billigen Artikel und bezahlte diesen mit einer 500-Euro-Banknote. Das Wechselgeld steckte er in die Tasche, trat vom Kauf zurück und verlangte von der Kassierin sein Geld.

Während er ihr das Retourgeld übergab, verwickelte er sie in ein Gespräch, nützte deren Stresssituation aus, zog die Banknoten samt den Münzen aus dem Hosensack, ließ jedoch einen 100-Euro-Schein stecken und flüchtete.

Die Höhe des gesamten Schadens kann derzeit noch nicht genau beziffert werden. Es dürfte sich jedoch zumindest in einem hohen fünfstelligen Eurobetrag bewegen.