Erstellt am 01. Februar 2012, 00:00

Langsam zu mehr Schutz. IN PLANUNG / Im Zuge des Hochwasserschutzprojektes denkt Wolfau auch über Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung nach.

VON SILKE ROIS

WOLFAU / Die Einfahrt in das Ortsgebiet von Wolfau auf der Landesstraße L 378 – von Markt Allhau beziehungsweise Oberwart und dem Autobahnzubringer kommend – ist verkehrstechnisch schon länger eines der Sorgenkinder der Gemeinde. Viele Autofahrer reduzieren auf dieser langen Geraden offenbar erst nach der Ortstafel langsam ihren „Hunderter“, und so wurde auch seitens der Anrainer schon des Öfteren angemerkt, dass viele in diesem Bereich zu schnell unterwegs sind, erklärt Wolfaus SPÖ-Vizebürgermeister Ronald Brenner. Von seiner Fraktion wurde deshalb in der letzten Gemeinderatssitzung der Antrag eingebracht, vor der Ortseinfahrt über verkehrsberuhigende Maßnahmen nachzudenken.

„Wenn möglich“ will man  eine Verkehrsinsel errichten

Da sich dort das Siedlungs- und damit auch Ortsgebiet ständig vergrößert hat, wurde in den letzten Jahren die Ortstafel schon mehrmals versetzt, um die Fahrzeuglenker zu einer früheren Reduktion ihres Tempos zu bewegen, erläutert Ortschef Walter Pfeiffer (ÖVP). „Aber trotz Kontrollen der Polizei gibt es da nach wie vor Probleme.“ Als die Landesstraße damals errichtet wurde, hat das Land keine Genehmigung für eine Verkehrsinsel erteilt, so Pfeiffer. Nun will man sich im Zuge des Hochwasserschutzprojektes erneut ansehen, ob an dieser Stelle etwas gemacht werden kann.

Planungen für den Dammbau  laufen auf Hochtouren

Das große Dammbauprojekt, mit dem sich die Gemeinde bereits seit Längerem beschäftigt und das vor allem die gefährdeten Gebiete entlang der Landesstraße vor Hochwasser schützen soll, würde nämlich auch diesen Bereich berühren. Deshalb denkt man nun darüber nach, inwiefern man diese Arbeiten mit dem Bau einer Verkehrsinsel verbinden könnte. Angefangen von der Kostentragung über die Grundabtretung der dafür notwendigen Flächen bis hin zur Erfüllung der Auflagen, die es diesbezüglich gibt, sind hier aber noch viele Dinge mit den zuständigen Behörden zu prüfen, erklären Pfeiffer und Brenner. In der Gemeinderatssitzung wurde nun vorerst einmal einstimmig beschlossen, „im Rahmen der Errichtung des Hochwasserschutzes dieses Thema weiterzuverfolgen und wenn möglich den Bau der Verkehrsinsel zu realisieren.“

Das Hochwasserschutzprojekt betreffend laufen die Planungen jedenfalls auf Hochtouren, auch eine Bürger- oder Anrainerversammlung dazu soll es bald geben, und man hofft, dass man noch heuer alle Bewilligungen für die Umsetzung erhält.

Hochwasserschutzprojekt  betrifft auch den Sendemast

Im Nahbereich zum geplanten Damm befindet sich übrigens auch der Sendemasten, den die Telekom gerade in Wolfau errichtet (die BVZ berichtete). Die durch den Masten anfallenden Mehrkosten für den Hochwasserschutz hat laut Wasserrechtsbescheid aber die Telekom zu tragen, schildert Pfeiffer. Und bezüglich des umstrittenen Funkmastens soll es heute Mittwoch auch ein erstes Gespräch zwischen der Telekom, der Gemeinde und den Anrainern geben, teilte der Bürgermeister der BVZ mit.