Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Linksabbiegen verboten: Problem nur verlagert. VERKEHR / Reinhard Jany fordert Abbiegespur auf B63 in Richtung Unterschützen. Landesrat Bieler hat anderen Vorschlag.

Landtagsabgeordneter Reinhard Jany fordert eine Linksabbiegespur anstatt des Verbots.ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART, PINKAFELD / Immer wieder kommt es auf der B63 auf Höhe des Güterwegs in Richtung Unterschützen zu Unfällen. Diesen Weg benutzen zahlreiche Autofahrer aus Unterschützen oder Bad Tatzmannsdorf, weil er die schnellste Möglichkeit ist, von Pinkafeld kommend in Richtung Norden abzubiegen.

Die Bezirkshauptmannschaft hat kürzlich eine Verordnung erlassen, die das Linksabbiegen verbietet. Diese ist seit Freitag in Kraft. Landtagsabgeordneter Reinhard Jany (ÖVP) ist damit nicht einverstanden. Seit 2005 hat es schon fünf Mal große Verhandlungsrunden mit allen Verantwortlichen gegeben. Die beste, billigste und sicherste Lösung wäre eine Linksabbiegespur in Richtung Unterschützen, fordert Jany.

Verkehrsexperten bieten  alternative Lösung an

Aus dem Büro des zuständigen Landesrats Helmut Bieler (SPÖ) gibt es dazu eine ablehnende Meinung: Aus heutiger Sicht wird es keine Abbiegespur geben. Laut Verkehrsexperten wäre die naheliegendste Lösung folgende: Eine Möglichkeit zum Abbiegen nach rechts schaffen, worauf dann die Straße gerade gequert werden könnte. Eine Linksabbiegespur ist aufgrund der Verkehrssicherheit nicht vertretbar. Jany hat sich am 3. März diesbezüglich noch zustimmend geäußert. Davon hält Jany allerdings nichts: Das kommt maximal als Notlösung in Frage. Da kommt es doch erst wieder zu Unfällen, wenn man aus dem Stand weg die Straße queren muss.

Problem hat sich durch  Verordnung nur verlagert

Fakt ist, dass das Problem durch das Linksabbiegeverbot nicht gelöst, sondern nur verlagert wurde. Denn einige hundert Meter weiter gibt es ebenfalls die Möglichkeit, links abzubiegen.