Erstellt am 20. Juni 2012, 00:00

Lösung für „alte Post“. AUFATMEN / Ehemaliges Postamt bei der Ampel hat einen neuen Mieter: Caritas und Diakonie ab September in neuem Haus.

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Neben der iV-Ruine ist es das auffälligste aller leer stehenden Objekte in der Stadt: Die Rede ist vom ehemaligen Postamt an der Kreuzung Wienerstraße/Evangelische Kirchengasse. Seit die Post ihre Filiale mit der BAWAG/P.S.K. zusammengelegt hat (die BVZ berichtete), sucht der Eigentümer, die OSG (Oberwarter Siedlungsgenossenschaft), einen Nachmieter. Nun gibt es eine Lösung.

Die Caritas und die Diakonie werden das Objekt mieten und sowohl den Caritas-Laden „Carla“ als auch die Beratungsstellen von der Molkereistraße in die „alte Post“ verlegen. Ursprünglich war geplant, nur das Lager des Caritas-Ladens in den hinteren Bereich der ehemaligen Post auszulagern. Aufgrund des Entgegenkommens der OSG beim Mietpreis gibt es nun eine große Lösung für das komplette Geschäftslokal.

Carla: Verkauf startet erst  im September, vorher Umbau

Von einem „guten Kompromiss“ spricht OSG-Chef Alfred Kollar und Stadtchef Gerhard Pongracz (SPÖ) lobt, dass „die OSG ihr soziales Gewissen in den Vordergrund gestellt hat“. Und natürlich ist man auch bei Caritas und der Diakonie erleichtert, denn der Umzug in die „alte Post“ hat gleich mehrere Vorteile. „In der Molkereistraße platzen wir aus allen Nähten“, sagt Caritas-Direktorin Edith Pinter. „Im neuen Lokal werden wir sowohl für den Verkauf des Carlas als auch für Beratungsgespräche ausreichend Platz haben.“ Denn nicht nur der Laden wird umziehen, sondern auch die Beratungsdienstleistungen. „Ein weiterer Vorteil ist, dass unser neuer Standort zentral liegt“, sagt Pressesprecherin Ulrike Kempf. Pfarrerin Sieglinde Pfänder weiß noch einen weiteren positiven Aspekt: „Es ist schön, dass unser soziales Engagement in den Blickpunkt der Stadt rückt.“

Derzeit wird das Geschäftslokal umgebaut, ab September erwartet die Kunden ein größeres, helleres und freundlicheres Lokal als derzeit in der Molkereistraße, wo natürlich weiterhin Sachspenden entgegen genommen werden. Vor allem Kinder- und Schulsachen sind immer heiß begehrt.