Erstellt am 18. Juli 2012, 00:00

Lösung für Kreisverkehr: Westspange in Planung. VERKEHR / Rund 22.000 Fahrzeuge benützen täglich den Kreisverkehr Richtung Allhau. Jetzt wurde neues Konzept präsentiert.

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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Der Kreisverkehr zwischen Einkaufszentrum „eo“ und der Fast Food-Kette McDonalds hat seine Kapazitätsgrenze erreicht. Vor allem zu Stoßzeiten und an Freitagen staut es immer wieder – bis hinauf zum Steinbrückl, bis hinunter zur Dornburggasse, zurück bis zum Kreisverkehr beim „eo“ und auch von Großpetersdorf kommend müssen Autofahrer oft lange warten.

Frequenz steigt von 22.000 auf 31.000 Fahrzeuge täglich

Verkehrslandesrat Helmut Bieler hat nun gemeinsam mit Landeschef Hans Niessl und Stadtchef Gerhad Pongracz (alle SPÖ) eine Lösung für diesen stark belasteten Verkehrsknotenpunkt präsentiert: die Westspange Oberwart (siehe Bild oben). Der Verkehr von Pinkafeld kommend in Richtung Markt Allhau soll schon beim bestehenden „eo“-Kreisverkehr abgefangen und dadurch der McDonalds-Kreisverkehr entlastet werden. Rund 22.000 Fahrzeuge sind hier täglich unterwegs, in den kommenden Jahren wird laut Experten die Anzahl auf mehr als 30.000 Fahrzeuge steigen. „Das ist einerseits erfreulich, weil es den Aufwärtstrend des Bezirks und der Stadt widerspiegelt. Andererseits aber sind wir gezwungen zu handeln, um den begehrten Wirtschaftsstandort Oberwart weiter zu attraktivieren, weitere Betriebsansiedelungen zu ermöglichen und den Verkehrskollaps zu verhindern“, weiß Bieler.

Mit dem Projekt Westspange soll der Verkehrsknotenpunkt um zumindest 9.000 Fahrzeuge pro Tag entlastet werden. Von Pinkafeld kommend werden die Fahrzeuge in Richtung Süden bereits beim Kreisverkehr „eo“/B63a „abgefangen“ und über die rund 800 Meter lange Westspange gelenkt. Im Zuge des drei Millionen Euro teuren Projekts muss eine neue Brücke gebaut werden, außerdem sind Gewässerschutz- und Wasserrückhalteanlagen geplant. Die bestehenden Wegverbindungen bleiben aufrecht, für Natur- und Landschaftsschutz sind Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Die Ausschreibung kann, idealer Planungs- und Verfahrensverlauf (Umweltprüfung, Trassenverordnungs-, UVP-Feststellungsverfahren, Grundeinlöse, Natur- und Landschaftsschutz) vorausgesetzt, im September 2013 erfolgen, ab November 2013 könnten dann schon die Bagger rollen.

Weitere Maßnahmen bei McDonalds in Vorbereitung

Weil aber die Westspange allein bei weiteren Betriebsansiedelungen das Problem des überlasteten McDonalds-Kreisverkehrs nicht lösen wird können, ist ein Umbau zum ersten sogenannten „Mega-“ oder „Turbokreisverkehr“ im Burgenland geplant. Derartige Kreisverkehre sind zweispurig befahrbar und müssen einen Mindestdurchmesser von 60 Metern haben.