Erstellt am 30. März 2011, 00:00

Maczek im Gespräch mit Fernwärme: „So nicht“. REAKTIONEN / Nach Aufregung der Vorwoche kam es gestern, Dienstag, zu Aussprache zwischen Stadtchef und Fernwärme.

Die Fernwärme Pinkafeld will jetzt die Anrainer befragen und bei Problemen entsprechend handeln.  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

PINKAFELD / Nach dem BVZ-Bericht der Vorwoche gehen die Wogen in Pinkafeld weiter hoch. Gestern, Dienstag (nach Redaktionsschluss), kam es zu einer Aussprache zwischen Bürgermeister Kurt Maczek (SPÖ) und Vertretern des Fernwärmeheizwerks.

Laut Maczek gibt es „noch  einige andere Probleme“

„Ich habe noch einmal darauf hingewiesen, dass Gefahr in Verzug ist“, lässt sich Maczek schon im Montag im Gespräch mit der BVZ in die Karten schauen. „Das lassen wir uns nicht weiter gefallen, dieses Gespräch ist ja nicht das erste, das ich in dieser Angelegenheit schon geführt habe.“ Laut Maczek sei der Verdacht, dass Jauche in der Pinka entsorgt wird, nicht das einzige Problem: „Für diesen Punkt haben wir noch keine Beweise. Aber ich höre immer wieder Beschwerden, dass riesige Traktoren zu Zeiten zufahren, die wir so nicht vereinbart hatten – ich werde mit dem Betreiber diesbezügliche Gespräche und Verhandlungen führen.“

Auch FPÖ-Nationalrat Norbert Hofer, selbst gebürtiger Pinkafelder, fordert „die umgehende Klärung aller Vorwürfe“: „Die Bevölkerung akzeptiert die an manchen Tagen erhebliche Geruchsbelästigung, aber sollte auch Jauche in der Pinka entsorgt werden, wäre das ein Skandal. Werden die baulichen Mängel nicht beseitigt, so kann das in letzter Konsequenz bis zur Schließung der Anlage führen.“

„Anlage nicht für den  Wahlkampf verwenden“

ÖVP-Vizebürgermeister Thomas Pickl appelliert, sich „an die Fakten zu halten und die Anlage nicht zur Wahlkampfthematik zu machen. Zuerst müssen Beweise auf den Tisch.“

Die Verantwortlichen des Fernwärmeheizwerks waren am vergangenen Montag, wie auch schon eine Woche zuvor, bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme erreichbar.