Erstellt am 31. August 2011, 00:00

Maczek in der Offensive. POLITIK / Nach dem Rücktritt von Christian Pfeiffer holt Stadtchef Kurt Maczek zum Gegenschlag aus – in der Stadtinfo.

VON MICHAEL PEKOVICS

PINKAFELD / Die Gewitterwolken über der Stadtpolitik dürften noch längere Zeit nicht verschwinden. Nach dem Rücktritt des Gemeindebediensteten Christian Pfeiffer, lässt Stadtchef Kurt Maczek (SPÖ) in der Stadtinfo seiner Wut freien Lauf. Da ist die Rede von einer „Polit-Muppet-Show“ und „Politpharisäertum“ und davon, dass „sich Herr Luisser hinter Herrn Pickl versteckt und dieser dafür die Prügel bekommen soll“.

Dem medialen Rundschlag an alle Haushalte ist ein Streit über den Gemeindebediensteten Christian Pfeiffer voran gegangen, der per Ende des Jahres aus seinem Dienst ausscheidet (die BVZ berichtete in der Vorwoche). Laut Maczek, weil er von der ÖVP wiederholt medial angepatzt wurde. Die ÖVP kritisierte Pfeiffer, weil er „ein hartes Regime führt“ und den Bauhof umstrukturiert hatte.

„Ich begebe mich nicht auf  ein derartiges Niveau“

Der angegriffene Friedrich Luisser, ÖVP-Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl im kommenden Jahr, sagt auf Anfrage der BVZ: „Ich begebe mich nicht auf ein derartiges Niveau. Mein Verhältnis zu Maczek war immer korrekt. Wenn er glaubt, er muss jetzt Missstimmung betreiben, dann schadet das der Stadt. Wenn es ihm um das Gemeinsame geht, wie er so oft betont, dann soll er auch einen gemeinsamen Weg einschlagen.“ Ähnlich Thomas Pickl, derzeit ÖVP-Vizebürgermeister: „Das ist ein Rundumschlag des Bürgermeisters. Ich werde den mir zugeworfenen Fehdehandschuh der Unterstellungen, Unwahrheiten und persönlichen Beleidigungen nicht aufnehmen.“ Er sei verwundert, dass das Stadtinformationsblatt erstmals in der Geschichte zu parteipolitischen Zwecken missbraucht werde. Diesbezüglich kommt es sogar aus den eigenen Reihen zu Kritik an Maczek. SPÖ-Medienausschussvorsitzender Horst Franz: „Seit neun Jahren legt der Ausschuss Wert darauf, dass keine parteipolitischen Inhalte transportiert werden – bis dato ist uns das gelungen. Ich finde es schade, dass bei dieser Ausgabe diese Linie verlassen wurde.“