Oberwart

Erstellt am 19. Juli 2017, 05:58

von Michael Pekovics

Wirbel um Landwirt, ATV-Star und ein Foto. Österreichweite Diskussionen nach Fall in Oberwart, wo ein Streit zwischen Landwirt und ATV-Star Günther Nussbaum eskalierte. Jetzt kehrt wieder Ruhe ein.

 |  BVZ

Der Vorfall zwischen Landwirt Christopher Imrek und ATV-Moderator Günther Nussbaum („Pfusch am Bau“) hat sich bereits am Sonntag vor einer Woche zugetragen, über den genauen Hergang gibt es allerdings unterschiedliche Aussagen.

Stein des Anstoßes. Dieses von Günther Nussbaum geteilte Bild (r.) ärgerte Landwirt Christopher Imrek (l.) so sehr, dass er wegen eines angeblichen Faustschlages von Nussbaum Anzeige bei der Polizei erstattete.  |  BVZ, Pekovics/facebook

Laut Imrek, der damit beschäftigt war, sein Feld zu dreschen, hätten Kinder zuerst mit einem Gartenschlauch auf das Getreide gespritzt, woraufhin er sie zur Rede gestellt habe und weitergefahren sei. Danach soll Nussbaum, der auf eine Kinderparty eingeladen war, über den Zaun gesprungen und auf den Mähdrescher geklettert sein. „Er schlug mehrmals gegen die Tür und als ich sie nicht mehr zuhielt, riss er sie auf und schlug mir mit der Faust ins Gesicht, worauf ich ihn reflexartig angespuckt habe“, sagt Imrek.

Nussbaum hingegen spricht davon, dass er sich schützend vor die Kinder gestellt habe, auf die der Landwirt zugestürmt sein soll – gegenseitige Beschimpfungen waren die Folge. „Und dann hat er mich angespuckt, woraufhin ich ihm nach bin und ihn zur Rede stellen wollte“, so der ATV-Moderator und Bausachverständige im Gespräch mit der BVZ. „Danach gab es ein Gerangel, weil er die Tür vom Mähdrescher zugeschlagen hat und da hab ich ihm eine Watsch´n gegeben, aber keinen Faustschlag.“

Streithähne haben sich bereits entschuldigt

Trotz einer Anzeige von Imrek bei der Polizei dürften sich die Wogen bereits wieder einigermaßen geglättet haben, wie Recherchen der BVZ ergaben. Denn sowohl Nussbaum als auch Imrek bestätigen, dass sie sich am Wochenende telefonisch ausgesprochen und beim Gegenüber entschuldigt haben. „Mich stört nur, dass die Entschuldigung eine Woche gedauert hat und Kinder dazu animiert wurden, derartige Gesten zu machen“, sagt Imrek, der seit dem Vorfall „ein größeres Verständnis seitens der Bevölkerung für unsere Arbeit“ spürt. Laut Nussbaum wird „der ganze Vorfall hochstilisiert“, auch wenn er zugibt, dass „mein facebook Posting unüberlegt und in der Hitze des Gefechts passiert ist“.