Erstellt am 10. Februar 2016, 11:02

von NÖN Redaktion

Mann schoss um sich: Staatsanwaltschaft ermittelt. Im Drogenrausch schoss ein 50-jähriger Mann wild um sich und verletzte seine Freundin schwer am Oberschenkel. Der Täter befindet sich in U-Haft.

 |  NOEN, zVg

Im Drogenrausch soll ein 50-jähriger Mann bereits Mitte Jänner seine Freundin schwer verletzt haben, jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Eisenstadt in dieser Causa. Der mutmaßliche Täter sitzt nach einem dreitägigen Krankenhausaufenthalt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Eisenstadt in U-Haft.

Der Mann hat bereits seit längerer Zeit unter Drogeneinfluss gestanden und litt unter Verfolgungswahn. „Der Postler hat sich seit Wochen nicht mehr zu seinem Haus getraut, weil er mehrmals mit einer Waffe bedroht wurde. Der Mann hat zwischen Weihnachten und Silvester auch ein Waldstück hinter seinem Haus angezündet und einen Feuerwehreinsatz ausgelöst. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Waldstück in Vollbrand und der Mann meinte, er brauche keine Feuerwehr, um den Brand zu löschen“, erklärt eine Anrainerin des Beschuldigten gegenüber der BVZ. Am Nachmittag des 17. Jänner schoss der 50-Jährige dann mit einer unrecht erworbenen Pistole rund 20 Mal wild um sich und verletzte seine Freundin schwer am Oberschenkel. Rechtlich sei dies an sich aus Sicht der Staatsanwaltschaft schwere Körperverletzung. Das Projektil hätte auch die Oberschenkelarterie treffen können - mit weitaus schlimmeren Folgen. Die Frau wurde operiert. Ihr gehe es jetzt den Umständen entsprechend gut. Die Staatsanwaltschaft beauftragte mehrere Sachverständigengutachten, vor allem auch um zu klären, ob der Mann zum Tatzeitpunkt überhaupt zurechnungsfähig gewesen ist.

Der Tatverdächtige ist in der Region kein Unbekannter und bereits amtsbekannt. Im Sommer 2013 wollte er 56 Totenköpfe und menschliche Knochen, die er aus einer Grabstätte der Pfarrkirche Maria Weinberg ausgegraben hatte, auf dem Flohmarkt verkaufen.

Auf der Facebook-Seite seiner Band heißt es: „Der Vorfall passierte nach einem unglücklichen Zusammentreffen mit zwei Überdosierungen Kokain, nachdem der weiße Teufel nach über 20 Jahren wieder in sein Leben getreten ist. Nach Auskunft seiner Eltern geht es ihm den Umständen entsprechend gut und er hofft auf eine baldige Entlassung.“