Erstellt am 08. Juni 2016, 05:30

von Vanessa Bruckner

Maschinenring-Chef Werderitsch tritt zurück. Hans Peter Werderitsch legt nach Diskussionen über sein Gehalt als Bundesobmann der Maschinenringe sein Amt zurück - und sagt Bundestagung 2016 in Oberwart ab.

Hans Peter Werderitsch geht als Bundesobmann, bleibt aber Landesobmann des Maschinenring Burgenland und Aufsichtsratsmitglied im Bundesvorstand.  |  NOEN, BVZ
Für ihn persönlich seien zehn Jahre unter anderem genug. Für andere war es ausschließlich eine Frage der Höhe des Gehaltes, die der Welgersdorfer Hans Peter Werderitsch in seiner Tätigkeit als Bundesobmann des Maschinenring Österreich (MRÖ) kassiert hat.

Konkret kritisierten dieses nämlich MR-Obleute aus den Bundesländern in einem offenen Brief und forderten darin den Rücktritt von Werderitsch.

Vor allem die Sitzungs- beziehungsweise Taggelder in der Höhe von 700 Euro, die Werderitsch zustanden, stellten die Verfasser des Briefes in den Mittelpunkt ihrer Kritik. „Wo war die Leistung?“, fragte man sich. Ebenfalls unter Beschuss: Bundesgeschäftsführer Mathias Thaler, der auch bereits zurückgetreten ist.

Hans Peter Werderitsch hatte zuerst noch in der Bundessitzung die Vertrauensfrage gestellt und mit sechs zu null Stimmen im Aufsichtsrat das Vertrauen ausgesprochen bekommen – nur um dann trotzdem zurückzutreten.

„Bundestagung ist nur auf 2017 verschoben“

Werderitsch sagt dazu im Gespräch mit der BVZ: „Für mich waren die Diskussionen ein katastrophales Signal und der Hauptgrund für meinen Rücktritt. Die Höhe der Aufwandsentschädigung ist seit 15 Jahren unverändert und steht jetzt plötzlich zur Diskussion? Außerdem dachte ich seit Längerem darüber nach, als Bundesobmann aufzuhören. Zehn Jahre in dieser Tätigkeit sind genug.“

Brisant: Die Bundestagung des MRÖ, zu der man hunderte Mitglieder erwartet hätte, hätte im September in der Oberwarter Messehalle stattfinden sollen. Diese hat Werderitsch jetzt abgesagt – ein Schaden für die Region?

„Die aktuellen Entwicklungen machen eine vorgezogene Generalversammlung notwendig, die eigentlich Kern der Bundestagung ist. Zwei Generalversammlungen innerhalb weniger Monate machen deshalb aber keinen Sinn, deshalb wird die Bundestagung auf 2017 verschoben - aber dann ganz sicher auch in Oberwart stattfinden“, verspricht der ehemalige Maschinenring-Bundesobmann.