Erstellt am 14. März 2012, 00:00

„Meine Faust fuhr ihm da einfach ins Gesicht“. GEFÄHRLICH / Zwei Männer wollten den Handyshop-Betreiber auf einem Parkplatz in Eisenstadt ausrauben. Er wehrte sich.

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EISENSTADT / Damit hatten die beiden unbekannten Täter, die den Parndorfer Unternehmer Cumali Sert – er betreibt am Domplatz einen Handyshop – nicht gerechnet. Er schlug vergangenen Freitag kräftig zu und vertrieb die Täter.

Als der 21-Jährige kurz nach 18 Uhr in seinem Auto saß, klopfte plötzlich jemand an seiner Scheibe. „Der Mann zeigte auf den Hinterreifen. Ich dachte, ich hätte eine Panne. Aber es war eine Falle. Er wollte Geld von mir und wollte mich schlagen“, erzählt der Überfallene.

Schnittwunden an  Händen und im Gesicht

Daraus wurde aber nichts: Geistesgegenwärtig fuhr seine Faust in das Gesicht des Täters, der zu Boden fiel. Sein Komplize ging mit einem Klappmesser auf ihn los. Aber auch davon ließ er sich nicht einschüchtern und schlug gegen dessen Knie.

„Angst habe ich keine, wenn ich an den Freitag denke“, betont der Handyshop-Betreiber. Bei dem Gerangel erlitt er Schnittverletzungen an den Armen und im Gesicht. Er wollte eigentlich gar keine Anzeige erstatten, aber sein Bruder drängte ihn dazu. Von den beiden Tätern fehlt jede Spur. „Es gibt auch keine Hinweise“, betont Günter Hauer, Stadtpolizeikommandant-Stellvertreter. Er wundert sich, dass den Vorfall niemand gesehen hat. Schließlich passierte das Ganze nach Geschäftsschluss. „Da nimmt man an, dass Tagespendler zum Parkplatz unterwegs sind“, stellt Hauer fest. Er kann sich aber auch vorstellen, dass die Täter dem Mann nachgegangen sein könnten, in der Hoffnung die Tageslosung zu bekommen. Die Ermittlungen laufen. Die Polizei sucht Zeugen, die vielleicht etwas beobachtet haben.

Im Geschäft. Der 21-Jährige Cumali Sert lässt sich von dem Vorfall auf dem Parkplatz Feldstraße am vergangenen Freitag nicht einschüchtern. Er steht in seinem Handyshop.

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