Erstellt am 03. September 2014, 09:32

von Michael Pekovics

Messezentrum: „Gefahr in Verzug“. Inform verlief positiv. Außergerichtliche Einigung zwischen Betreiber und Gemeinde. Zukunft nach Ende 2015 weiter unklar.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Veranstalter und Aussteller sind mit dem Verlauf der 44. Inform zufrieden, rund 22.000 Besucher kamen zur Messe. „Wie es wirklich war, wissen wir erst dann, wenn die Aussteller anrufen und für die 45. Inform im Jahr 2015 buchen“, wagt Veranstalter Markus Tuider (Burgenlandmesse) einen Blick in die Zukunft. Ob es allerdings auch darüber hinaus eine Wirtschaftsmesse geben wird, steht noch in den Sternen.

Zeit drängt – für Schüler und Gastronomen

Wie berichtet zieht sich Christian Reiter per Ende 2015 als Betreiber des Messezentrums zurück, bis jetzt gibt es seitens der Gemeinde noch keine konkreten Pläne für danach.

Aber die Zeit drängt – zum einen für die Schüler, die ihre Maturabälle fixieren wollen, zum anderen für Gastronomen und Veranstalter, für die bereits „Gefahr in Verzug“ ist, wie im Gespräch mit der BVZ betont wurde: „Weil wir nicht investieren können, wenn wir nicht wissen, wie es weiter geht.“

Stadtrat will sich Mitte September entscheiden

„Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen“, sagt Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) zur BVZ. In einer Eigentümervertretersitzung (= Stadtrat) im September soll über die Causa diskutiert und die weitere Vorgangsweise besprochen werden.

Für Rosner gibt es drei Optionen, wie es mit dem Messezentrum weitergehen kann: „Entweder wir suchen uns einen neuen Betreiber oder übernehmen diese Rolle wieder selbst als Gemeinde. Ein Verkauf wäre für mich auch eine Option, aber nicht die ideale.“



Auch die SPÖ ist gegen einen Verkauf: „Über den Rest kann man reden“, sagt Vize Dietmar Misik. Die Gesprächsbasis mit dem jetzigen Betreiber Reiter sei laut Rosner „gut“, das Gerichtsverfahren zwischen Stadt, die auf höhere Mieten geklagt hatte, und dem Messezentrum „ruhend gestellt“. Gerüchte, wonach Reiter doch über 2015 hinaus das Messezentrum betreiben könnte, wurden offiziell nicht bestätigt. „Zuerst müssen die Verantwortlichen wissen, was sie wollen“, sagt Reiter.