Erstellt am 02. April 2014, 09:15

von Michael Pekovics

„Minus“ fürs Plus. Oberwart / FPÖ übt harte Kritik am Plus im Rechnungsabschluss: „Bürgermeister flieht sich in Scheinwelt.“

 |  NOEN, Michael Pekovics BVZ
Was „erfreulich“ für Bürgermeister Georg Rosner, ist für FPÖ-Stadträtin Ilse Benkö „selbstbeweihräuchernde, nutzlose Lobhudelei“. Die Rede ist vom Rechnungsabschluss 2013, der der Stadt einen Überschuss von 565.000 Euro ausweist.

FP-Benkö: „Rosner-Flucht in eine Scheinwelt“

„Ein Zeichen dafür, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und die Haushaltskonsolidierung Wirkung zeigt“, sagt Rosner, der „stolz“ ist. Ganz anders die Reaktion von Benkö nach der Sitzung, bei der sie wegen eines Termins in Eisenstadt verhindert war: „Was erhofft sich Rosner von dieser Flucht in eine Scheinwelt? Dieser Überschuss ist doch nur wegen des Verkaufs der BEGAS-Anteile (Anmerkung: zwei Millionen Euro) zustande gekommen.“

Rosner lässt das nicht gelten: „Dieser Verkauf war im Jahr 2012 budgetwirksam, mit 2013 hat das nichts zu tun. Benkö soll nicht immer nur kritisieren, sondern sich darüber freuen, dass es einmal positive Nachrichten gibt.“

Vereine bekommen vorab Akontozahlung

Unter den Pluspunkten der Sitzung sind wohl auch die Auftragsvergaben für Bakip (Woschitz Engineering) und Hochwasserschutz (Teerag-Asdag) zu sehen. Ruppiger wurde es beim SPÖ-Antrag zur vorzeitigen Auszahlung von Vereinsförderungen. Der SVO, die Gunners und der UTTC hatten sich an die Fraktionen gewandt und um vorzeitige Auszahlung gebeten – entgegen anderslautender Richtlinien.

„Weil aber Vereine nicht in Kalender-, sondern in Sportjahren abrechnen und budgetieren, wäre eine vorgezogene Auszahlung (Anmerkung: 50 Prozent der Summe des Vorjahres) sinnvoll“, argumentierte SPÖ-Vize Dietmar Misik. Nach angeregter Diskussion stellte Rosner einen Gegenantrag, der angenommen wurde.

Konkret bedeutet das: Die Gunners, der SVO und der UTTC bekommen vorab eine Akontozahlung, der Sportausschuss soll sich der Sache annehmen und die Richtlinien gegebenenfalls überarbeiten. Glücklich ist Rosner damit nicht: „Kaum haben wir Richtlinien, schrauben wir schon wieder daran herum …“.