Erstellt am 29. Dezember 2010, 00:00

„Mit Ecken und Kanten“. REGIERUNGSBILANZ / SPÖ und ÖVP sind zufrieden mit dem neuen, konstruktiven Klima, wollen aber keinen „Kuschelkurs“.

SPÖ-Bilanz: Landeshauptmann Hans Niessl (M.) mit Klubobmann Christian Illedits und den Landesräten Helmut Bieler, Verena Dunst und Peter Rezar (v.l.).GREGOR HAFNER  |  NOEN
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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Landeshauptmann Hans Niessl und sein ÖVP-Vize Franz Steindl feierten dieser Tage ihr zehnjähriges Jubiläum an der Spitze der Regierung. Für beide geht dieser Tage auch ein turbulentes Polit-Jahr zu Ende, für Steindl gar das turbulenteste seiner Landhaus-Karriere, wie er sagt.

Dass zum Jahreswechsel dennoch zufrieden bilanziert wurde, liegt zum einen an der – wie es von beiden Seiten heißt – positiven Entwicklung des Landes in Sachen Wirtschaft („Das Burgenland ist als erstes Bundesland aus der Krise herausgekommen“), Tourismus (Rekord mit mehr als 2,9 Millionen Nächtigungen) oder Arbeitsmarkt.

Zum anderen liegt es wohl auch an der neuen Kooperation, auf die sich SPÖ und ÖVP nach der Landtagswahl im Mai geeinigt haben und die bislang eine vergleichsweise harmonische ist. Da diese „Koalition der Vernunft zwar zu manchem, nicht aber zu allem“ verpflichte (SP-Klubchef Christian Illedits), wollen sowohl SPÖ als auch ÖVP weiterhin „Ecken und Kanten zeigen“.

Dies hat die Liste Burgenland (LBL) in ihrer Jahresbilanz ebenfalls gemacht: Während man sich mit der eigenen Arbeit zufrieden zeigt und nach der Gemeinderatswahl 2012 drittstärkste Kraft sein will, wird „der Parteiproporz der Regierung“ scharf kritisiert.