Erstellt am 20. Oktober 2010, 00:00

Mona beliefert jetzt auch Saudi-Arabien. WIRTSCHAFT Soja-Pionier steigt in Markt mit 72 Millionen potenzieller Abnehmer ein. 500.000 Liter Absatz pro Jahr geplant.

Monther T. Alharti und Matthias Krön stießen - natürlich mit einem Produkt von Mona - auf die neue Zusammenarbeit an.ZVG  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART Die Erfolgsgeschichte der Mona Naturprodukte GmbH geht weiter. Das in Oberwart beheimatete Unternehmen mit 100 Mitarbeitern präsentierte am Montag eine neue Kooperation mit Al Rabie Saudi Foods, dem führenden Fruchtsafthersteller in Saudi-Arabien. Als erster Schritt ist geplant, rund 500.000 Liter Sojaprodukte der Marke „Joya“ pro Jahr über die 34.000 Verkaufsstellen in Saudi-Arabien zu vertreiben.

Mona erschließt damit  neuen, riesigen Markt
Mona-Geschäftsführer Matthias Krön freut sich über „die Pionier-Rolle in einem der am stärksten wachsenden Märkte für Lebensmittel“. Gerade der arabische Raum biete für sein Unternehmen enorme Chancen: „Wir erreichen damit einen Markt von 72 Millionen potenziellen Abnehmern.“

Den Grundstein für die Zusammenarbeit legte Krön 2008 bei einer Food-Fachmesse in Dubai, wo er Al Rabie Saudie Foods-Geschäftsführer Monther T. Alharthi kennenlernte. „Mona hat mich überzeugt, dass das Unternehmen die beste und klügste Sojaverarbeitungstechnologie einsetzt“, erzählt der saudi-arabische Geschäftsmann. „Weil nur garantiert gentechnikfreie Sojabohnen verarbeitet werden, passt Mona perfekt zu unserer Firmenphilosophie ‚health for all‘ (Anmerkung: Gesundheit für alle).“

Ab fünf Millionen Liter wird  Oberwarter Werk dupliziert
Die geplante Absatzmenge von 500.000 Liter pro Jahr ist aber nur der erste Schritt der längerfristig geplanten Zusammenarbeit. Werden mehr als fünf Millionen Liter Sojadrinks pro Jahr abgesetzt, wird Mona das Oberwarter Werk in Saudi-Arabien duplizieren. „Wir gehen davon aus, dass wir diese Menge in drei Jahren erreichen können“, hofft Krön. „Die Sojabohnen für die Produktion kommen aber selbstverständlich aus garantiert gentechnikfreiem österreichischen Anbau.“

Damit ergeben sich Chancen für heimische Bauern, derzeit wird in Österreich nur auf etwa zwei Prozent der möglichen Fläche Soja angebaut. Insgesamt produzieren rund 500 Bauern auf 20.000 Hektar Fläche rund 50.000 Tonnen – laut Experten könnte diese Menge „ohne Probleme“ auf bis zu 200.000 Tonnen, auf einer Fläche von 70.000 Hektar, ausgebaut werden. „Damit sind unsere Landwirte abgesichert“, weiß Krön. „Mittelfristig ist ein Potenzial von jährlich 1.000 Tonnen Sojabohnen durch die Kooperation vorhanden, das entspricht 400 Hektar.“ Die Marke „Joya“ ist derzeit in 20 Ländern am Markt, aktuell liegt der Schwerpunkt auf Süd-Ost-Europa. Von 2008 auf 2009 hat sich der heimische Absatz verdoppelt.