Erstellt am 16. März 2016, 05:34

von Michael Pekovics

Angst vorm Osterfeuer. Stadtfeuerwehr Oberwart verzichtet bis auf Weiteres auf die Durchführung eines Osterfeuers. Grund dafür ist Anzeige aus dem Vorjahr – vom Umweltanwalt.

Osterfeuer am Karsamstag. Die Anzeige erfolgte, weil die Reste des vorjährigen Osterfeuers noch einige Tage glosten. Aufgrund der Rauchentwicklung wurde Landesumweltanwalt Hermann Frühstück darauf aufmerksam - und zeigte die Oberwarter Stadtfeuerwehr an. Diese verzichtet heuer auf den Brauch.  |  NOEN, zVg
200 Euro kostete der Stadtfeuerwehr Oberwart das Osterfeuer im Vorjahr. 200 Euro, die wohl besser angelegt hätten werden können. Das ist auch der Grund dafür, dass die Florianis entschieden, bis auf Weiteres kein Osterfeuer mehr zu veranstalten.

„Sicher nicht, das Risiko ist uns zu hoch“, sagt Kommandant Philipp Rath. „Wir machen definitiv kein Osterfeuer mehr.“

„Damit zerstört man das Brauchtum“

Auslöser dieser Anzeige war der noch einige Tage glosende und rauchende Rest des Osterfeuers 2015. „Der damalige Umweltanwalt ist zufällig vorbeigefahren und hat den Rauch gesehen“, erinnert sich Stadtchef Georg Rosner zurück. Bei näherer Betrachtung des rauchenden Haufens seien dem Umweltanwalt einige Dinge aufgefallen, die nicht in ein Osterfeuer gehören.

„Ich verstehe schon, dass die Behörde eingreifen muss, wenn etwas überhand nimmt. Aber verhältnismäßig ist das nicht, damit zerstört man das Brauchtum“, ärgert sich Rosner. Oberwarts Bürger müssen ihren Grünschnitt in diesem Jahr also „richtig“ entsorgen – beim Umweltdienst in Unterwart. Seitens der Stadt ist nicht geplant, das Osterfeuer zu veranstalten.

Anders in Großpetersdorf, wo die Freiwillige Feuerwehr bereits vor zwei Jahren nach einem Osterfeuer angezeigt wurde. Wie schon im vergangenen Jahr wird auch heuer wieder die Gemeinde für die Durchführung des Brauchtumsfeuers verantwortlich sein.

„Wir werden es so machen, dass gesetzlich alles in Ordnung ist“, verspricht Bürgermeister Wolfgang Tauss. „Also ohne Grünschnitt und kontrolliert, wir werden das Holz also richtig schlichten.“

BVZ.at hatte vor einem Jahr berichtet: