Erstellt am 08. Oktober 2011, 09:27

Nach Vandalenakten in Oberwart: Vier Festnahmen und neun Anzeigen. Nachdem sich im Sommer Anzeigen wegen Vandalismus im Stadtpark von Oberwart gehäuft hatten, hat die Polizei in der südburgenländischen Bezirkshauptstadt ihre Überwachungstätigkeit verstärkt.

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Am Freitag veröffentlichte die Sicherheitsdirektion Burgenland eine Zwischenbilanz: Bisher wurden 13 Personen - eine Frau und zwölf Männer - im Alter von 17 bis 40 Jahren als Verdächtige ausgeforscht. Sie wurden angezeigt, vier von ihnen wurden in U-Haft genommen.

Mit Scherben von Bier- und Weinflaschen verschmutzte Sandkisten am Spielplatz, verschmierte WC-Anlagen - in einer wurde auch ein "Lagerfeuer" angezündet -, abmontierte Wasserhähne und zerschnittene Parkbänke: Mit der Zeit summierte sich für die Stadtgemeinde Oberwart der Schaden durch die Vorfälle. Bürgermeister Gerhard Pongracz (S) überlegte deshalb den Einsatz eines privaten Security-Dienstes.

Der Schaden, den die Vandalen - sieben Österreicher und sechs Ausländer - anrichteten, bewegt sich vorerst bei etwa 25.000 Euro. Den Verdächtigen, die laut Sicherheitsdirektion großteils geständig sind, wurden insgesamt 54 Straftaten nachgewiesen und bei der Staatsanwaltschaft Eisenstadt gemeldet.

Angezeigt wurden neben Brandstiftung auch gefährliche Drohung, Körperverletzung sowie Bandendiebstahl und Einbruch, Veruntreuung und Betrug. Teile des Diebesgutes tauchten bei Hausdurchsuchungen wieder auf. Nach der Ausforschung und Festnahme der Verdächtigen seien die Anzeigen deutlich zurückgegangen: "Die Gesamtsituation rund um die 'Stadtparkproblematik' hat sich stark verbessert", stellte die Polizei fest.

Stadtchef Pongracz bedankte sich für den Einsatz der Exekutivbeamten: "Sie haben rund um die Uhr Dienst gemacht im Stadtpark." Seither seien die Vandalenakte tatsächlich zurückgegangen. Der Einsatz von privater Security werde aber weiter überlegt, so Pongracz