Erstellt am 04. November 2015, 05:17

von Michael Pekovics

Neue Regeln: Stadt will Betrieben helfen. Neue Richtlinien für die Wirtschaftsförderung in der Innenstadt wurden beschlossen. Ab sofort gibt?s auch Geld für Lehrlinge. OBERWART / 

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Die anstehende Sanierung des Rathauses war das bestimmende Thema der vorwöchigen Gemeinderatssitzung. Unter anderem wurde beschlossen, Büroflächen im benachbarten Atrium anzumieten. Die Mietverträge laufen bis Februar 2017 und können bei Bedarf um drei Monate verlängert werden. Seitens der SPÖ kritisierte Stadtrat Ewald Gossy, dass seine Partei „zuwenig in die Entscheidungen miteingebunden“ werde, FPÖ-Gemeinderat Christian Benedek erkundigte sich nach „eventuell freistehenden gemeindeeigenen Gebäuden“.

Rosner reagierte darauf verwundert und verwies auf die Stadtratssitzungen, wo alles genau besprochen wurde: „Das Atrium ist die beste, weil billigste und naheliegenste Lösung, die gesamte Infrastruktur ist vorhanden.“ Während des Um- und Zubaus wird der Parteienverkehr ab Jänner 2016 im Atrium stattfinden, die Parteien müssen auf ihre Fraktionszimmer verzichten. Noch unklar ist, wo künftig Trauungen stattfinden können.

Stadt will Betriebe in der Stadt unterstützen

Beschlossen wurden auch die vom Wirtschaftsausschuss überarbeiteten Richtlinien zur Wirtschaftsförderung. Neu ist ein Zuschuss für die Teilnahme an einer Messeveranstaltung in Oberwart in der Höhe von 20 Prozent, begrenzt auf 2.000 Euro pro Jahr. Zudem fördert die Stadt künftig Fassadenrenovierungen, die das Ortsbild verschönern – der Zuschuss beträgt hier zehn Prozent der förderbaren Nettoinvestitionskosten mit einer Obergrenze von 10.000 Euro pro Gebäude.

Neu ist die Wirtschaftsförderung für die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Innenstadt. Für die ersten beiden Jahre wird die Hälfte der Kommunalsteuer erlassen, Lehrverträge werden mit 250 Euro jährlich gefördert. Ebenfalls neu ist die Förderung für Marketingmaßnahmen in der Innenstadt – 60 Prozent der förderbaren Kosten und maximal 5.000 Euro pro Maßnahme werden seitens der Stadtgemeinde übernommen.

Kulturförderungen

BUKV (800 Euro), Bienenzuchtverein (150), „Samma zaum“ St. Martin (300), Pfadfinder (200), Volkshochschule Roma (700), Pfadfinder (650), OHO (20.000), Stadtkapelle (6.500), Stadtchor (700), Gospelsingers (500), Roma-Beratung (1.400), Leserverein der reformierten Jugend (500), Karika (500), Chorissimo (200).