Erstellt am 03. Juli 2013, 00:00

Neuer, alter Nachbar. EU-Beitritt / Kroatien ist jüngstes Mitglied in der Europäischen Union. Stimmen aus der Region zum 28. „Familienmitglied“.

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Von Viviane Jandrisits und
Vanessa Bruckner

BEZIRK / „Ich hätte mir mehr Kroaten in Feierlaune erwartet,“ so der Direktor des Zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart (ZBGO), Martin Zsivkovits, der sich aktuell in Zagreb befindet. Den Beitritt Kroatiens zur Europäischen Union sieht der Direktor trotzdem als sehr positiv - auch für die Zukunft seiner Schule. „Der Kontakt zum Nachbarland wird dadurch natürlich noch intensiver gepflegt. Wir haben bereits Partnerschulen in Kroatien und wollen auch weiter Kontakte knüpfen“, erklärt Zsivkovits.

Auch der Bürgermeister von Schandorf, Werner Gabriel, freut sich über das jüngste EU-Mitglied. „Mir persönlich bedeutet der Beitritt sehr viel. Kroatien hätte sich schon viel früher um einen Platz in der EU bemühen sollen“, so Gabriel. Ivana Jelic aus Pinkafeld ist eine gebürtige Kroatin. „Es ist schön, dass Kroatien jetzt auch der Europäischen Union angehört. Meiner Meinung nach war das Land schon länger dafür bereit. Das Burgenland ist eng mit der Geschichte von Kroatien verbunden und wird von der Öffnung der Grenzen sicher profitieren“, meint Jelic.

Auch Bruno Radakovits vom Kulturverein der Kroaten freut sich über Kroatiens EU-Beitritt: „Ich erwarte mir eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn, um die Arbeit unseres Vereins zu intensivieren.“ „Die Zusammenarbeit mit den kroatischen Partnergemeinden wird in Zukunft sicher leichter“, so Bürgermeister Leo Radakovits abschließend.

Gute Kontakte. Direktor Martin Zsivkovits mit Kroatiens Präsident Ivo Josipovic beim Schulbesuch 2012.