Oberwart

Erstellt am 11. August 2017, 12:16

von Michael Pekovics

Oberwart bekommt „Rathauskeller“. Der Gewölbekeller des Oberwarter Rathauses bekommt einen Gastronomiebetrieb.

Das kündigten Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) und Stadträtin Ilse Benkö (FPÖ) am Freitag Vormittag gemeinsam mit Hans und René Pöll an. Bisher war geplant gewesen, den Keller nur grob zu sanieren, eine komplette Sanierung oder gar Revitalisierung wäre zu teuer gekommen. „Mir ist wichtig zu betonen, dass bei diesem Projekt kein einziger Steuereuro verwendet wird“, betont Rosner.

Derzeit laufen die Umbauarbeiten im Keller, wie bei einem Lokalaugenschein zu sehen war. Dabei erzählten Rosner und Benkö auch, wie es dazu gekommen war. „Bei einer gemeinsamen Besichtigung ist Ilse Benkö die Idee gekommen, dieses Juwel im Keller des Hauses wiederzubeleben. Bei der Suche nach einem Interessenten hat sie die Familie Pöll gefunden. Nach einigen Gesprächen und Besichtigungen sowie Probebohrungen war alles unter Dach und Fach“, sagt Rosner, der sich bei Benkö für ihr Engagement bedenkt.

"Juwel muss wiederbelebt werden"

„Mir war bei der Besichtigung sofort klar, dass wir dieses Juwel wiederbeleben müssen. Ich freue mich, dieses Projekt für die Stadt initiieren zu können und mit Bürgermeister Rosner und der Familie Pöll starke Partner gefunden zu haben. Sachpolitik wird hier ganz klar vor Parteipolitik gestellt, durch das Projekt wird das Rathaus aufgewertet und die Innenstadt belebt – und das alles ohne einen einzigen Euro des Steuerzahlers“, so die FPÖ-Landtagspräsidentin.

Hans und Rene Pöll fiel der Beschluss, sich um den Gewölbekeller des Rathauses anzunehmen, nicht schwer. „Das ist wirklich ein toller Gewölbekeller, aus dem man etwas schönes machen kann, wie etwa einen Gastronomiebetrieb in Verbindung mit Kunst und Kultur“, ist sich das Unternehmergespann einig. Nach der derzeit laufenden Revitalisierung soll ein Betreiber gefunden werden.

Bauarbeiten bereits in Angriff genommen

Jetzt geht es aber einmal darum, die notwendigen Bauarbeiten durchzuführen, schließlich wurde der rund 150 Quadratmeter große Keller seit Jahrzehnten nur mehr als Lager genutzt. Durch Grabungsarbeiten soll die Raumhöhe des künftigen Lokals vergrößert werden, rund 50 Zentimeter wurden bereits ausgehoben, 20 bis 30 weitere sollen folgen. „Unser Ziel ist es, in diesen Räumlichkeiten gemeinsam mit einem Betreiber aus der Region beste Qualität und Gemütlichkeit zu bieten“, heißt es von der Familie Pöll.