Erstellt am 02. September 2015, 06:02

von Michael Pekovics

Neues Rathaus wird offener für Bürger. 4,5 Millionen Euro für Umbau und Sanierung, Mitarbeiter müssen ins Atrium siedeln. Plus: Terrasse für Hof.

Das neue Rathaus. Der Rathaussaal wird nach hinten geöffnet und um eine Terrasse erweitert, die in den Hof ragen soll (siehe Foto). Von der Straße aus gesehen wird sich bis auf die neuen Rampenanlage kaum etwas ändern. Fotos: zVg/Prenner  |  NOEN, zVg/Prenner
In der Gemeinderatssitzung am Dienstag wurden der Umbau und die Sanierung des 1905 erbauten Rathauses beschlossen. Insgesamt fünf Entwürfe wurden abgegeben, den Zuschlag erhielt Architekt Gerald Prenner.

„Für das Projekt gab es nach intensiver Einbindung aller Fraktionen breite Zustimmung“, erklärte Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) gegenüber der BVZ. Insgesamt rechnen die Verantwortlichen mit Kosten von rund 4,5 Millionen Euro, heuer wurden bereits 500.000 Euro für die ersten Maßnahmen budgetiert.

Freundlich und offen: Neuer Empfangsbereich

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Die augenscheinlichste Veränderung befindet sich im Hof im hinteren Bereich (siehe Foto oben): Der Rathaussaal wird in diese Richtung geöffnet und um eine Dachterrasse erweitert. Damit soll das notwendige Ambiente für Empfänge und ähnliches geschaffen werden.

Im vorderen Bereich zum Hauptplatz hin wird der Eingangsbereich (Foto links) mit einer Rampenanlage für Barrierefreiheit ausgestattet, außerdem wird in der neuen Eingangshalle eine übersichtliche Bürgerservicestelle eingerichtet.

Ein Umbau bei laufendem Betrieb ist nicht möglich, für die Zeit der gröbsten Bauarbeiten wird das Rathaus in eigens angemietete Büroräumlichkeiten ins Atrium umsiedeln.

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„Barrierecheck“ in der Stadt

Selbstversuch | Bürgermeister Georg Rosner testete die Barrierefreiheit der Innenstadt.

x  |  NOEN, Eva-Maria Leeb
Bürgermeister Georg Rosner hat sich selbst ein Bild davon gemacht, wie schwierig es für Menschen mit Behinderung ist, durch die Stadt zu kommen. Er hat sich dazu in einen Rollstuhl gesetzt und gemeinsam mit Heribert Petermann (ÖZIV) und Hannelore Kainz (KOBV) den „Barrierecheck“ im Stadtzentrum gemacht.

„Mir ist es wichtig, dass ich genau darüber bescheid weiß, wo es in unserer Stadt Probleme mit der Barrierefreiheit gibt und ich bin offen für Tipps und Ratschläge von betroffenen Personen“, erklärt der Bürgermeister den Grund für den „Barrierecheck“.

Alle markanten Stellen, die Probleme darstellen, wurden notiert und fotografiert. Lösungen sollen so bald als möglich gefunden werden.