Erstellt am 22. Juli 2015, 08:25

von Michael Pekovics

Tests für Gas-Neuheit. Energie Burgenland testet in Oberwart neues Verfahren für Leitungstausch. Insgesamt wird heuer in fünf Orten gebaut.

Gerhard Wischenbarth, Johann Wachtler und Georg Graf (v.l.).  |  NOEN, zVg

Im Zuge des Sanierungsprogramms ihrer Erdgasnetze bringt Netz Burgenland ein neuartiges Verfahren beim Rohrtausch zum Einsatz. Mit der Berstlining-Technologie können Gasleitungen erneuert werden, ohne graben zu müssen. Dadurch entfallen Reparatur- und Wiederherstellungskosten von Straßen.

Verfahren wird in Oberwart getestet

Die Netz Burgenland Erdgas testet dieses Verfahren bei der Erneuerung von Erdgasleitungen in Oberwart und Weiden am See. Das Programm ist auf 15 bis 20 Jahre ausgerichtet, jährlich werden drei bis vier Millionen Euro investiert.

Das Erdgasnetz in Oberwart hat eine Länge von rund 59 Kilometern, davon sind rund 24 mit PVC-Leitungen ausgestattet. „Jährlich wollen wir einige hundert Meter im grabenlosen Verfahren verlegen. Wie viel wir dann genau schaffen, hängt von einigen Rahmenbedingungen ab“, sagt Pressesprecherin Alexandra Reimann.

Neue Erdgasleitungen auch in anderen Gemeinden

Im Bezirk wird heuer neben der Bezirkshauptstadt auch in einigen anderen Gemeinden gebaut: Bad Tatzmannsdorf (Jormannsdorferstraße), Grafenschachen (Gemeindestraße), Pinkafeld (Josef Haydngasse) und Stadtschlaining (Kirchenplatz) erhalten zum Teil neue Erdgasleitungen.

Für heuer plant die Netz Burgenland Erdgas rund 20 Kilometer Erdgasleitungen in den Bezirken Neusiedl, Eisenstadt, Mattersburg und Oberwart zu erneuern und rund 800 Hausanschlüsse zu sanieren.