Erstellt am 01. Juli 2015, 10:24

von Vanessa Bruckner

Bau abgeschlossen, Sorgen „weggespült“. Der neue Schmutzwasserkanal in Neuhaus in der Wart ist fertig. Geruchsbelästigungen sind damit Vergangenheit.

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Kräftig durchatmen können die Bewohner des Ortsteils Neuhaus in der Wart wieder. Wie die BVZ berichtete, sorgte ein Abwasserkanal nicht nur für teils schwerwiegende Geruchsbelästigungen:



Auch ein Gasgemisch, das in kleinen Mengen austrat, stand in Verdacht, Gefahr für die Gesundheit der Anrainer darzustellen.

Bisher wurden die Abwässer nämlich in einer Pumpstation gesammelt und dann rund 400 Meter in den Hauptkanal hinaufgepumpt. Dadurch entstand die Geruchsbelästigung und es kam zum Gasaustritt.

Eine Anrainerin, die außerdem als Expertin auf dem Gebiet der Umwelttoxikologie gilt, vermutete gesundheitliche Schäden durch die austretenden Gase.

300.000 Euro und zwei Monate Bauzeit

„Dieser Verdacht konnte in keiner Untersuchung bestätigt werden“, dementiert Bürgermeister Martin Csebits und erklärt weiter: „Mit dem neuen Schmutzwasserkanal, der jetzt im Ort verlegt wurde, gehören nicht nur diese Ängste, sondern auch die Geruchsbelästigung endgültig der Vergangenheit an.“

300.000 Euro wurden für den in Summe 1,5 Kilometer langen, neuen Kanal investiert. „Wir haben bereits 2013 mit den Planungen dazu angefangen. Vergangenen Donnerstag konnten wir die Bauarbeiten nach zwei Monaten abschließen“, freut sich Csebits.

Ein Drittel des Geldes für den Bau des neuen Kanals kommt vom Land, zwei Drittel aus Rücklagen. Grund zur Sorge, dass man in Neuhaus in Zukunft für die Kanalgebühren tiefer ins Geldbörserl greifen muss, braucht niemand zu haben. Csebits: „Wir haben grundsätzlich nicht vor, die Gebühren zu erhöhen.“