Erstellt am 23. März 2011, 00:00

‚Nicht schimpfen, handeln‘. ENERGIESTAMMTISCH / Aus aktuellem Anlass baten die Organisatoren zur Diskussion über den Umstieg auf Erneuerbare Energie.

Dietrich Wertz, Alexander Wunderer, Gertrude Soffried und Gustav Gamauf (v.l.) baten zur Diskussion im Stadtcafé. LEXI  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Nicht nur seit der Katastrophe in Japan pocht der Verein Energiestammtisch Südburgenland auf den Umstieg auf Erneuerbare Energie. Aus aktuellem Anlass baten die Organisatoren ins Stadtcafé und beantworteten die Fragen der zahlreich erschienenen Gäste.

Betont wurde, dass sich sowohl die Politik als auch die Gesellschaft gerne zum Umstieg auf Erneuerbare Energie bekennen, dass es aber bei der praktischen Umsetzung von Projekten an Unterstützung mangelt. Der „Irrweg mit Erdgas, Erdöl und Kohle als Alternative zu Atomenergie“ sei aber auch der falsche Weg, wie Obmann Dietrich Wertz betont: „Neben den Klimafolgekosten leidet Österreich schon heute an Devisenabflüssen in Milliardenhöhe, weil Öl, Kohle, Erdgas und Atomstrom fast vollständig aus dem Ausland importiert werden müssen.“ Er erwarte sich mehr Initiative und Kooperationsbereitschaft seitens der Politik. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel das „Abschreiben“ des deutschen Ökostromgesetzes, das „die Erwartungen an die Kostenreduktion von Photovoltaik deutlich übertroffen habe“, sagte Solarteur Johann Weber. Für Wertz gilt die Devise: „Nicht schimpfen, sondern handeln. Jede Kilowattstunde eingesparte Energie oder Sonnenenergie verdrängt Atomstrom.“