Erstellt am 24. Dezember 2014, 06:23

von Michael Pekovics

Zahlen fürs Feiern. Neue Lustbarkeitsabgabe wurde ebenso beschlossen der mittelfristige Finanzplan bis 2019.

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Die letzte Sitzung des Jahres ging überraschend harmonisch über die Bühne. Das Budget der Stadt für 2015 wurde mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und der Grünen Gemeinderätin Maria Racz, die in derselben Sitzung zur neuen Umweltgemeinderätin bestellt wurde, angenommen. Nur die FPÖ mit Ilse Benkö und Christian Benedek (Werner Knopf war entschuldigt) ging nicht mit, weil „das ein Budget des biederen Verwaltens ist, viele der vorgestellten Projektideen werden wir so nicht umsetzen können, auch deshalb, weil die Schulden wieder steigen“, begründete Benkö in der Sitzung.

Neben dem Voranschlag in der Höhe von 16,7 Millionen Euro im ordentlichen Haushalt (außerordentlich 5,6 Millionen Euro) wurde auch eine Änderung das Internat betreffend beschlossen: Die Agenden gehen von der gemeindeeigenen Gesellschaft WSO (Wirtschaftsservice Oberwart) wieder zurück ins Rathaus, Katja Massing-Spitaler wurde zur neuen WSO-Geschäftsführerin bestellt. „Damit haben wir eine gute Lösung für alle gefunden“, freut sich Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP). Und auch SPÖ-Vize Dietmar Misik ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Wir wollten immer eine starke WSO, die sich um Betriebsansiedelungen kümmert.“

„Kartensteuer“ ist fix: Zehn Prozent ab 2015

Massing-Spitaler wird daher künftig in einer Doppelfunktion auftreten: Als WSO-Chefin und als „normale“ Mitarbeiterin der Stadtgemeinde, wo sie quasi als mögliche Nachfolgerin für den seit längerer Zeit erkrankten Amtsleiter Werner Gilschwert aufgebaut werden soll. Die Stadt will 2015 aber auch mehr Einnahmen lukrieren und zwar aus der neuen Lustbarkeitsabgabe, auch „Kartensteuer“ genannt (die BVZ berichtete).

So wie in vielen anderen Gemeinden auch müssen Veranstalter zehn Prozent des Erlöses der verkauften Eintrittskarten abführen. Davon ausgenommen sind Wirtschaftswerbeveranstaltungen wie Messen, Kirchen- oder Brauchtumsveranstaltungen. Laut Rosner erhofft sich die Stadtgemeinde dadurch Mehreinnahmen von bis zu 50.000 Euro pro Jahr. „Wir haben uns viel Gedanken darüber gemacht und uns Tipps von anderen Gemeinden geholt“, erklärt Rosner. Informationen darüber gibt es im Rathaus.