Erstellt am 19. August 2015, 05:27

von Michael Pekovics

Allee-Rodung ärgert Anrainer und Grüne. Nach Rodung der Hälfte einer Baumallee in Oberwart beschweren sich einige Anrainer und Grüne.

Schock für Naturliebhaber. Eine Seite der beliebten Baumallee wurde in der Vorwoche gefällt. Foto: zVg  |  NOEN, zVg
Am Mittwoch der Vorwoche trauten einige Anrainer ihren Augen nicht: Am Feldweg der verlängerten Molkereistraße von Oberwart in Richtung St. Martin wurde die Hälfte der Baumallee gefällt.

Als Grund dafür gibt die Gemeinde den Bau eines Regenwasserkanals an, der das gesamte Stadtgebiet entlasten soll (siehe dazu auch „Warum haben Sie …?“ auf Seite 13 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe).

Sofort regte sich Kritik und Widerstand einiger Anrainer, unterstützt von der Grünen Umweltgemeinderätin Maria Rac: „Einmal mehr werden in Oberwart gesunde Bäume entfernt, dabei sind gerade jetzt im Sommer Bäume als Schattenspender, Feinstaubfilter und Feuchtigkeitsregulator enorm wichtig.“

Außerdem sei die Allee ein beliebter Spazierweg und Teil des Naherholungsgebiets. Racz kritisiert auch, dass es im Vorfeld weder mit den Anrainern noch mit dem Umweltausschuss Gespräche gegeben hatte.

„Durch Maßnahme wird Hauptkanal entlastet“

„In diesem Bereich sind auch andere Leitungen verlegt, deshalb mussten wir die Bäume auf einer Seite entfernen“, entgegnet Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP).

„Leider war es uns nicht möglich, die Bäume zu erhalten. Durch die Bauarbeiten wären die Wurzeln stark beschädigt worden. Außerdem sind die abwassertechnischen Maßnahmen für die Bevölkerung von Oberwart sehr wichtig und haben große Auswirkungen auf das gesamte Kanalsystem des übrigen Stadtgebiets“, so Rosner.