Erstellt am 01. Oktober 2014, 09:03

von Elisabeth Kirchmeir

Einsatz eskalierte. Mit den Fäusten sollen zwei Brüder auf Polizisten losgegangen sein. Jetzt wurden sie verurteilt - nicht rechtskräftig.

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Am 26. Jänner dieses Jahres wurde die Polizei wegen einer angezeigten Lärmbelästigung in eine Oberwarter Wohnung gerufen. Der Polizeieinsatz, der dort stattfand, eskalierte dann offenbar und endete mit zwei verletzten Polizeibeamten.

Als die Polizisten nämlich die Identität der beiden Ruhestörer - Brüder mit slowakischer Staatsbürgerschaft im Alter von 17 beziehungsweise 15 Jahren - feststellen wollten, gingen die Burschen auf die Beamten los, diese wiederum zückten den Pfefferspray. Laut Strafantrag sollen die Jugendlichen die Polizisten mit den Fäusten geschlagen und dabei auch massiv verletzt haben.

Angeklagt: Widerstand gegen Staatsgewalt

Vor Gericht mussten sie sich wegen des Vorwurfs des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der schweren Körperverletzung verantworten.

Der Verteidiger der Beschuldigten warf den Beamten vor, sie hätten bei der Schilderung der Verletzungen übertrieben - das habe auch der Bericht eines Gutachters ergeben. „Es mag sein, dass die Polizisten übertreiben, was ihre Verletzungen betrifft“, antwortete Richterin Gabriele Nemeskeri. „Ich glaube aber schon, dass die Beschuldigten heftig auf die Beamten losgingen.“ Außerdem hätten die Jugendlichen selbst zugegeben, die Polizisten attackiert zu haben.

Der Prozess in Eisenstadt endete vergangene Woche mit zwei Schuldsprüchen: Die Brüder wurden zu jeweils drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Sie akzeptierten dieses aber Urteil nicht - ihr Anwalt wird dagegen berufen.