Erstellt am 15. Oktober 2014, 09:39

von Michael Pekovics

Neue Gasse geplant: Stadt wird aufgewertet. Straßenprojekt soll Innenstadt attraktiver machen und das „Nadelöhr“ Hauptstraße entschärfen. Mehrheit der Anrainer ist dafür.

Umsetzung nach mehr als 40 Jahren. Seit dem Jahr 1973 ist die zukünftige Josepg Haydngasse im Flächenwidmungsplan eingetragen. In den kommenden beiden Jahren soll das Projekt verwirklicht werden. Damit gebe es eine neue Verbindung zwischen Lisztgasse und Bahnhofsstraße. Noch sind allerdings nicht alle Anrainer damit einverstanden.  |  NOEN, BVZ-Montage - GoogleMaps/geodaten.bgld.gv.at/Michael Pekovics
Seit mehr als 40 Jahren findet sich im Flächenwidmungsplan der Stadt eine Straße, die die Lisztgasse und die Bahnhofsstraße verbindet – theoretisch zumindest. Die Umsetzung scheiterte bisher am Widerstand der Anrainer beziehungsweise am fehlenden Willen. Bei der jüngsten Versammlung signalisierten die Anrainer allerdings überwiegend Zustimmung zum Projekt.

City-Belebung und „Nadelöhr“-Entschärfung

„Alle Anwesenden waren dafür, es gibt aber zwei Anrainer, die das Projekt nicht befürworten, die aber nicht teilgenommen haben“, sagt Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP).

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Er verspricht sich von der neuen Gasse einerseits eine Attraktivierung der Innenstadt und andererseits die Entschärfung des „Nadelöhrs“ Hauptstraße: „Schon jetzt kommt es wegen der Zulieferungen an die Geschäfte immer wieder zu Verkehrsproblemen. Außerdem wären wir dann für alle Eventualitäten, wie zum Beispiel einem weiteren Rohrbrauch auf der Hauptstraße, Stichwort Umleitung, gerüstet.“

Von Enteignung will niemand sprechen

Anrainerin Heidi Seper (Fliegenschnee) hätte die Umsetzung „lieber vorgestern als heute: Wir könnten dann auf der Rückseite des Geschäftes zuliefern.“ Rosner sieht auch weitere Vorteile: „Die Parkplatzsituation rund um das OHO würde sich entschärfen.“

Der Gemeinde liegen bereits erste Kostenschätzungen vor. Rund 500.000 Euro soll die 170 Meter lange und neun Meter breite Gasse inklusive aller Infrastrukturmaßnahmen wie Wasser und Kanal kosten. Laut Rosner könnten die Vorarbeiten 2015 starten, für 2016 wäre dann die Fertigstellung geplant.

Nächster Schritt sind nun konkrete Grenzverhandlungen mit den Anrainern. Das Wort „Enteignung“ will offiziell noch niemand in den Mund nehmen, theoretisch möglich wäre diese aber aufgrund des immer wieder genannten „öffentlichen Interesses“.