Erstellt am 08. Juli 2015, 10:12

von Michael Pekovics

Positives Echo auf Glyphosat-Verbot. Oberwart beschließt als erste Gemeinde im Bezirk Verbot von Spritzmittel. Jetzt wird nach Alternativen gegen Unkraut gesucht.

Symbolbild  |  NOEN, Erwin Wodicka
Der Gemeinderat hat in der Vorwoche beschlossen, künftig keine glyphosathaltigen Spritzmittel zur Unkrautvernichtung einzusetzen.

Ursprünglich hätte der Antrag nur für Flächen in der Nähe von Bereichen, wo sich Kinder aufhalten, gelten sollen.

Doch die Grüne Gemeinderätin Maria Racz, auf deren Initiative das Thema behandelt wurde, stellte einen Abänderungsantrag: „Verzicht für jegliche Flächen, Aufklärung der Bevölkerung und der Gemeindemitarbeiter, Ausarbeitung eines Konzepts für alternative Möglichkeiten.“

BVZ.at hatte direkt nach der Gemeinderatssitzung berichtet:



„Ich kann dem viel abgewinnen“, stimmten sowohl ÖVP-Stadtchef Georg Rosner als auch SPÖ-Gemeinderat Klaus Gartner und FPÖ-Gemeinderat Werner Knopf zu.

Auf die Frage von ÖVP-Stadtrat Hans Peter Hadek an Wirtschaftshofleiter Roland Poiger, wie sich das Verbot auswirken werde, berichtete dieser, dass „wir aufgrund Kritik aus der Bevölkerung länger auf den Einsatz verzichtet haben“.

Jetzt geht es darum, Ersatz für glyphosathaltigen Spritzmittel zu finden. Poiger: „Natürlich gibt es biologische Dinge, wie sich das dann auf Personalaufwand und Kosten auswirkt, wird man sehen. Klar ist aber: Das Unkraut wird wachsen.“

Um möglicher Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, will Rosner „informieren und aufklären“. Und Racz meinte, dass es „mir lieber ist, jemand beschwert sich über Unkraut, als er stirbt ein paar Jahre später an Krebs“.