Erstellt am 22. April 2015, 11:06

von Michael Pekovics

Post hat Samstag zu. Statt Service mit Personal steht künftig nur mehr eine Selbstbedienungszone zur Verfügung. Stadtchef ist erzürnt.

Die BAWAG/P.S.K.-Filiale reduziert ab Mai ihre Öffnungszeiten. Künftig wird am Samstag Vormittag nur mehr die Selbstbedienungszone zur Verfügung stehen.

Für Bürgermeister Georg Rosner ein nicht zu akzeptierender Zustand in einer Bezirksstadt: „Das ist weit weg von Bürgerservice. Gerade in einer Bezirksstadt sollte die Postfiliale auch am Samstag für die Kunden geöffnet haben. Ich habe bereits Kontakt mit den Verantwortlichen der Post aufgenommen, hier ist für mich das letzte Wort noch nicht gesprochen.“

„Frequenz war einfach zu gering“

Post-Pressesprecher Michael Homola sieht allerdings wenig Chancen auf Erfolg: „Der Grund ist einfach, die Frequenz war einfach zu gering. Anpassungen wie diese passieren immer wieder, unser Filialnetz wird ständig überprüft.“

Laut ihm sei die Selbstbedienungszone ein nahezu vollwertiger Ersatz: „Sowohl das Abholen der Paketstücke, die mit ‚gelbem Zettel‘ ankündigt sind, ist möglich als auch das Aufgeben mit Briefen. Das geht übrigens rund um die Uhr und nicht nur am Samstag Vormittag.“

Den Einwand von Rosner, dass die Nutzung dieser Selbstbedienungszonen vor allem für ältere Menschen problematisch sein können, lässt Homola nicht gelten: „Das ist ganz einfach und geht schneller, als wenn man vor dem Schalter warten muss.“