Erstellt am 23. September 2015, 06:47

von Michael Pekovics

Rotunde als Denkmal?. Das historische Gebäude mitten in Oberwart soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Gemeinde ist davon nicht begeistert.

Einzigartig im Burgenland. In Österreich gibt es nur zwei Gebäude dieser Art - eines in Dornbirn und das andere in Oberwart. Foto: Pekovics  |  NOEN, Pekovics

Die Rotunde gilt als eines der architektonisch interessantesten Gebäude des Burgenlandes. Jetzt hat der Denkmalschutz ein Auge darauf geworfen.

„Der Bau ist zwar noch relativ jung, aber in dieser Form einzigartig im Burgenland, auch in Österreich gibt es nur wenig vergleichbares“, sagt Peter Adam, Abteilungsleiter des burgenländischen Landeskonservatorats. In der kommenden Woche soll es diesbezüglich Gespräche geben.

Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) ist jedenfalls wenig davon begeistert, die Rotunde unter Denkmalschutz zu stellen. „Wir wollen das eher nicht, weil wir dadurch Gestaltungsmöglichkeiten für den Platz verlieren.“

Das Areal rund um die Rotunde ist ein heißes Thema in der Stadtentwicklung – von einem Einkaufszentrum mit Tiefgarage über ein Hotel bis hin zu einem Campus wurden schon viele Ideen geboren und wieder verworfen.

Oberste Priorität habe das Areal für Rosner zwar nicht, aber „natürlich müssen wir uns überlegen, was wir mittelfristig mit dieser Fläche machen wollen“.

Auch Adam weiß von Plänen, die sich aber nur schwer mit einem denkmalgeschützten Gebäude umsetzen lassen würden. „Das Verfahren läuft zwar schon, aber natürlich kann der Eigentümer, also die Stadtgemeinde, dagegen berufen. Ich möchte den Gesprächen nicht vorgreifen, aber für uns ist die Oberwarter Rotunde ein wichtiges Gebäude, das wir gerne unter Denkmalschutz stellen würden.“