Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Oberwart: „Smarte City“. Innovativ / Oberwart als zukunftsweisende Stadt. Projekt „Smart City“ startet. Energie aus der Gemeinde soll damit auch innerhalb der Stadtgrenzen bleiben.

Schluss mit Überschuss. Die Verantwortlichen präsentierten das Energiemanagement-System »Smart City«. Pöll  |  NOEN, Pöll
Von Vanessa Bruckner

OBERWART / Diese Stadt steckt voller Energie - die in Zukunft auch darin bleiben soll. Ermöglichen soll dieses das sogenannte „Smart City“-Projekt. Dabei handelt es sich, auf den Punkt gebracht, um ein gebäudeübergreifendes Energiemanagement-System.

Was das im Klartext bedeutet? Energie, die in Oberwart erzeugt wird, soll auch in Oberwart verbraucht werden. Mit Hilfe des neuen Projektes will man in Zukunft Synergien innerhalb der Stadtgrenzen besser nutzen. Überschüssige Energie, die in Oberwart erzeugt wird, soll am Ende auch wieder Betrieben und Einrichtungen der Bezirkshauptstadt zu Gute kommen.

Gegen zahlreiche Mitbewerber durchgesetzt

Das Projekt „Smart City“ erstreckt sich über drei Jahre und wird durch den Klima- und Energiefonds der Regierung gefördert. Zahlreiche österreichische Städte hatten sich für das „Smart City-Projekt“ beworben, letztlich hat sich die internationale Jury aber für Oberwart entschieden.

„Nicht nur die Stadtgemeinde, sondern auch viele hier angesiedelte Firmen waren sehr engagiert im Bezug auf die Realisierung unseres Projektes, was letzten Endes auch mit ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury war“, sagt die Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Theresia Vogel.

Elf Projektpartner mit im Boot

Wie Oberwart in Zukunft zur „smarten City“ in puncto Energie werden soll, erklärt Projektmanager Andreas Schneemann anhand eines Beispiels: „Angenommen der Wasserverband hat eine Photovoltaik-Anlage und hat 20 Prozent des Stromes, den er nicht verbrauchen kann - aber es gibt einen anderen Verbraucher im Netzverbund, der Bedarf hätte. Dann wollen wir es technisch und rechtlich schaffen, den Strom diesem Verbraucher zur Verfügung zu stellen.“

Elf Projektpartner wurden für die Realisierung des Programmes ins Boot geholt. Darunter unter anderem auch die Energie Burgenland, der Wasserverband Südliches Burgenland , die OSG oder die Firma Unger Stahlbau.

Ortschef „stolz, Teil eines innovativen Projektes sein zu dürfen“

„Unser Beitrag zum Projekt wird beispielsweise die Errichtung eines Wärmespeichers auf Wasserbasis im Bereich unseres Biomasse-Kraftwerks sein“, informiert Alois Ecker, Vorstandsdirektor der Energie Burgenland.

Oberwarts Bürgermeister, Georg Rosner, ist „stolz darauf, Teil eines solch innovativen Projektes sein zu dürfen.“ Der Ortschef denkt bereits über eine Photovoltaik-Bürgerbeteiligung nach. Zwei Millionen Euro Fördervolumen gibt es für das Smart City-Projekt. Auch die Stadtgemeinde will dazu beitragen. Einen Betrag wollte man aber noch nicht nennen.