Oberwart

Erstellt am 28. Juni 2016, 21:00

von Michael Pekovics

Stadt verkauft 160 Wohnungen an die OSG . In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend wurde mehrheitlich beschlossen, die 160 Wohnungen der sogenannten Andreas Hofer-Siedlung an die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft zu verkaufen.

BVZ, Michael Pekovics

2,1 Millionen Euro werden dafür gezahlt, der Betrag setzt sich aus dem Kaufpreis von 1,5 Millionen Euro und einem laufenden Wohnbauförderungsdarlehen in der Höhe von 609.000 Euro zusammen.

Im Vorfeld des Beschlusses hatte es einige Diskussionen gegeben. So kritisierten etwa Miriam Herlicska (parteifrei, früher SPÖ) und Maria Racz (Grüne) die mangelnde Informationspolitik seitens der Stadtgemeinde. Die beiden stimmten dem Verkauf dann ebenso wenig zu wie Helmut Gaal (ÖVP). „Die Stadt muss ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und darf in Zeiten von Finanzkrisen nicht einfach Immobilien verkaufen, um Löcher zu stopfen“, begründeten Herlicska und Racz ihre Ablehnung.

Unterstützung von der SPÖ und FPÖ

Unterstützung bekam Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) hingegen von der SPÖ und auch der FPÖ. Während SPÖ-Vize Dietmar Misik die OSG als „besten Partner für die weitere Bewirtschaftung“ bezeichnete und auch die „soziale Verantwortung“ und die „Gemeinnützigkeit“ der Siedlungsgenossenschaft betonte, verwies die FPÖ auf anstehende Investionen in den kommenden Jahren, die man sich gerne ersparen würde.

Stadtchef Rosner warb für den Verkauf

Auch Stadtchef Rosner warb für den Verkauf. „Die OSG verwaltet diese Wohnungen bereits seit 21 Jahren und ist Profi auf dem Gebiet. Außerdem haben wir nach wie vor 70 Sozialwohnungen am Emmerich Gyenge-Platz, die der Stadt gehören und nicht einmal alle vergeben sind“, sagte der Bürgermeister. „Die Einladungsbriefe für die Mieterversammlung liegen schon bereit, wir werden die Mieter alle genau über den Verkauf informieren – für sie ändert sich nichts, das ist gesetzlich so geregelt.“