Erstellt am 22. Oktober 2014, 06:01

von Michael Pekovics

Holz soll raus aus Stadt. Stadtgemeinde und Anrainer ärgern sich über Holzlieferungen zum Bahnhof und regen an, den Verladeplatz Richtung Süden zu verlegen. Das spießt sich aber am Bahn-Problem.

Grund zum Ärgern. Oberwart ist, abgesehen von Anrainerverkehr, grundsätzlich frei von Lkw. Die Holzlieferungen zum Bahnhof verursachen aber viel Schmutz und Lärm.  |  NOEN, www.BilderBox.com
Seit der Einstellung des Personenverkehrs ab Oberwart wird der Bahnhof nur mehr für eine Sache benötigt - für die Verladung von Holzstämmen vom Lkw auf die Schiene. Die Holztransporte sind derzeit, Anrainerverkehr ausgenommen, die einzigen Schwerfahrzeuge, die durch die ansonsten Lkw freie Stadt fahren.

Verlegung des Verlade-Standorts wird gefordert

Das hat nun Anrainer und die Stadtgemeinde auf den Plan gerufen, gefordert wird die Verlegung des Verladeplatzes.

„Immer wieder gibt es Beschwerden über Dreck und Lärm und auch wir als Gemeinde sind nicht glücklich über die derzeitige Situation. Ich habe mich schon an das Land gewandt mit der Bitte, andere Möglichkeiten zu prüfen“, sagt Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP).

Auch Vize Dietmar Misik (SPÖ) ist der Meinung, dass die Holztransporte nicht mehr durch die Innenstadt fahren sollten: „Als Polizist sehe ich jeden Tag, welche Probleme die Lkw verursachen.“

Auch Betreiber wünscht sich „besseren“ Platz

Auch der Betreiber des Güterverkehrs, die Steiermärkische Landesbahn (Stlb), ist mit der Situation unzufrieden: „In Rotenturm gebe es einen geeigneten Platz dafür“, sagt Stbl-Geschäftsführer Helmut Wittmann.

Die Verlegung nach Rotenturm spießt sich aber daran, dass der Status der zwei Kilometer langen Strecke von Unterwart bis Rotenturm nicht restlos geklärt ist.

Eigentümer ist die Südburgenländische Regionalbahn von Adolf Schuch, der grundsätzlich bereit wäre, die Strecke zu verkaufen oder zu verpachten, aber: „Das Land hat im Bezirk kein Interesse an der Bahn, mit uns hat jedenfalls noch niemand geredet.“