Erstellt am 15. Oktober 2014, 07:25

von Michael Pekovics

Unter'm Asphalt schaut's düster aus. Zwei Rohrbrüche auf der Hauptstraße legten das Zentrum lahm. Schulen und Lokale mussten ohne Wasser auskommen.

Doppelter Einsatz. Die Gemeindemitarbeiter hatten am Dienstag und Freitag bis spät in die Nacht alle Hände voll zu tun.  |  NOEN, Pekovics
Das Wasser- und Kanalsystem ist schon lange ein Sorgenkind der Stadtgemeinde. Allein in der Vorwoche kam es zu zwei großen Wasserrohrbrüchen auf der Steinamangererstraße, beide im Bereich des Cafés Gumhalter.

Gemeindemitarbeiter am Freitag im Dauereinsatz

Sowohl am Dienstag von 6 bis 13 Uhr als auch am Freitag von 19 bis 1 Uhr nachts waren Teile des Stadtzentrums von der Wasserversorgung abgeschnitten. Darunter auch die Schulen, so mussten etwa HAK-Schüler mit Kübeln „ausschwärmen“ und Wasser sammeln, um wenigstens den Toilettenbetrieb aufrecht zu erhalten.

Am Freitagabend war vor allem das Lokal „Die Bank“ betroffen, Gastronom Harry Kahr musste gegen 20 Uhr zusperren. Zu allem Unglück ereignete sich dann noch ein kleinerer Rohrbruch in der Alten Straße, die Gemeindemitarbeiter waren bis 3.30 Uhr im Dauereinsatz.

„Dafür ein herzliches Dankeschön“, sagt Stadtchef Georg Rosner (ÖVP), der sich der immer größer werdenden Problematik im Untergrund bewusst ist: „Wenn jetzt laufend weitere Rohrbrüche passieren, dann müssen wir etwas machen. Schließlich gehört die Wasserversorgung zu den Aufgaben einer Kommune.“

Bürgermeister will Prioritätenliste erstellen

Die sogenannte „Inline-Sanierung“, wie sie bereits zwischen dem WIFI und Mode Bayer gemacht wurde, ist auf der Steinamangererstraße nicht möglich.

„Diese Lösung geht nur dann, wenn es nicht zuviele Hausanschlüsse gibt“, weiß Rosner, der anhand der Aufzeichnungen über die Rohrbrüche eine Prioritätenliste erstellen will, welcher Bereich der Stadt zuerst in Angriff genommen wird. „Wir müssen uns überlegen, wie wir die gröbsten Probleme über den Winter lösen können.“