Erstellt am 13. Januar 2016, 04:58

von Elisabeth Kirchmeir

Oberwarter zockte Wettfirma ab. Um 5000 Euro betrog ein Oberwarter einen Online-Wettanbieter. Vorige Woche wurde er verurteilt.

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Wie genau der Oberwarter den Betrug zustande brachte, ist schwierig nachzuvollziehen. Aber irgendwie schaffte er es, die Technik auszutricksen und die elektronische Datenverarbeitung zu manipulieren.

Fast genau vor einem Jahr, zwischen 11. und 13. Jänner 2015, soll der selbstständig tätige Oberwarter zunächst 5000 Euro Guthaben auf das Konto eines Anbieters von Online-Wetten überwiesen haben. Sofort danach stornierte er diese Überweisung und ließ das Geld auf sein Konto zurückbuchen.

Beim Wettanbieter blieb dies unbemerkt und der Spieler konnte seinen eigentlich gar nicht mehr vorhandenen Wetteinsatz verwenden. Dabei verlor er vorwiegend, ließ sich aber nichtsdestotrotz den verbliebenen Betrag von 2700 Euro rücküberweisen.

Angeklagter bekannte sich nicht schuldig

Die Wettfirma machte in weiterer Folge einen Schaden von 5000 Euro geltend. Der Angeklagte bekannte sich nicht schuldig. Er habe mit dem Vorfall nichts zu tun und wisse nicht, wie es zu den Überweisungen auf sein Konto gekommen sei.

Diese Verantwortung klang insofern unglaubwürdig, als ähnliche Tricksereien dem Angeklagten bereits einmal eine Verurteilung eingebracht hatten. Damals war der Schaden aber wesentlich höher gewesen, dieser hatte nach Auskunft des Gerichtes mehr als 100.000 Euro betragen.

Im September 2015 war der Mann wegen Urkundenfälschung verurteilt worden, weil er einen Führerschein manipuliert hatte. Mit diesem hatte er sich ausgewiesen, als die Polizeibeamten wegen des Vorfalls bei der Wettfirma ermittelten.

Vorige Woche erhielt der Angeklagte eine Zusatzstrafe von drei Monaten bedingt. An die Wettfirma muss er 5000 Euro bezahlen. Es sei unzweifelhaft, so Richter Wolfgang Rauter, dass der Angeklagte die Überweisungen veranlasste. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.