Erstellt am 13. Januar 2014, 14:35

"Offene Bühne" für Kleinkunstszene. Dass Künstler der unterschiedlichsten Sparten - von Musik, Kabarett, Literatur bis hin zum Jongleur und Zauberer - sich in Kurzauftritten präsentieren, gehört etwa in deutschen Großstädten schon zum Kulturalltag.

Auch im Burgenland kann sich die heimische Kleinkunstszene nun im Rahmen einer "Offenen Bühne" vorstellen. "Grundsätzlich ist eine Offene Bühne eine Veranstaltung, bei der jeder Kleinkünstler - ohne Anmeldung, ohne Casting, ohne Audition - auftreten darf", erläuterte der Liedermacher und Organisator Harald Pomper am Montag die Idee anlässlich der Präsentation in Oberwart: "Es wird immer beliebter in den großen Städten vor allem für komplett neue Kleinkünstler, die das erste Mal auf die Bühne gehen wollen. Aber es wird auch von Profis genützt, um neue Nummern, neue Sketches in kleinem, aber feinem Rahmen auszuprobieren, bevor sie damit auf die große Bühne oder ins Fernsehen gehen."

Auftakt in Mischendorf

Mit dem Projekt "Offene Bühne Burgenland" soll die heimische Kleinkunstszene gestärkt und potenzielles Publikum auf regionale Kleinkünstler aufmerksam gemacht werden, so Kulturlandesrat Helmut Bieler (SPÖ). "Für 2014 sind insgesamt zehn Open Stages in verschiedenen Teilendes Burgenlandes geplant", erläuterte Bieler. Der Auftakt erfolgt am 25. Jänner in Mischendorf.

Es gehe auch darum, "dass die Leute merken, es gibt Kultur und Kleinkunst abseits des Mainstreams, dass da etwas entsteht, dass da wirklich gute Leute da sind. Und dass die dann auch vielleicht, wenn sie einen Künstler auf der Bühne gesehen haben, eine CD oder ein Buch kaufen oder zu einer Soloveranstaltung kommen", meinte Pomper.

Die Idee einer Wanderbühne, die von einer Stadt zur nächsten zieht, im Burgenland zu verwirklichen, sei bei einem Deutschlandaufenthalt entstanden, schilderte der Liedermacher. Pomper hat bereits Soloauftritte im Nachbarland hinter sich und selbst Offene Bühnen moderiert: "Ich habe mir gedacht, wieso gibt es so etwas in Österreich nicht ? Dass man einfach einmal auf die Bühne kann und zehn Minuten etwas probiert - das wäre ganz fein", schilderte der Südburgenländer. "