Erstellt am 15. August 2012, 00:00

OHO: Kein Geld für die Sanierung des Daches. KULTUR / Das Dach jenes Gebäudes, indem das offene Haus Oberwart seinen Sitz hat, ist undicht. Masal: „Situation ist ungut!“

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VON VANESSA BRUCKNER

OBERWART / Die Kulturschmiede Nummer 1 der Stadtgemeinde, das Offene Haus Oberwart, hat definitiv schon bessere Zeiten gesehen. Klar, wir wissen, dass vor allem kulturelle Einrichtungen finanziell oft zu kämpfen haben. Aktuell müssen die Verantwortlichen des OHO den Gürtel allerdings noch enger schnallen, als er eh schon ist. Von vormals sechs Mitarbeitern sind derzeit nur noch drei Fixangestellte in der Listzgasse tätig.

Das soll sich aber nach der Sommerpause wieder ändern, verspricht Obmann Peter Wagner. Er beruhigt zumindest hinsichtlich der Personalentwicklung des Hauses: „Die Stellen werden bald wieder nachbesetzt, die Kündigungen waren keine Frage des Budgets, sondern personelle Entscheidungen.“ Wagner weiter: „Unser Haus ist definitiv nicht gefährdet, eine Schließung steht nicht zur Debatte. Im vergangenen Jahr wurden Gelder gekürzt, so etwas tut natürlich weh. Aber das OHO wäre nicht das OHO, wenn es in der Not nicht erfinderisch werden würde.“

Gefördert wird das Offene Haus Oberwart von Land, Bund und der Stadt Oberwart. Im letzten Jahr sind die Subventionen allerdings gekürzt worden. Nicht drastisch – aber merkbar. Vor allem, wenn andere Löcher jenem in der Kassa Konkurrenz machen.

Flachdach ist desolat -  rasche Lösung muss her

Einfallsreichtum wird nämlich leider nicht dabei helfen, das größte Loch des Hauses zu stopfen: Das Dach des OHO ist undicht und dringend renovierungsbedürftig. Obmann Peter Wagner berichtet: „Das Haus zeigt nach 15 Jahren natürlich Verschleißerscheinungen. Dringender Handlungsbedarf ist beim Flachdach gegeben, denn es regnet immer wieder herein. Es muss wahrscheinlich noch vor dem kommenden Winter saniert werden.“

Wie man ein neues Dach bezahlen soll, wissen die Zuständigen bis dato noch nicht: „Momentan wird noch verhandelt,“ so Wagner. Auch Geschäftsführer Alfred Masal bestätigt: „Die Situation ist ungut, der Zustand des Daches hat sich drastisch verschlimmert.“

Jahresprojekt beschäftigt  sich mit Thematik Innenstadt

Die aktuelle Sommerpause des OHO wird unterdessen genutzt, um am Jahresprojekt zu arbeiten. Dabei dreht sich ab Herbst nämlich alles um die Oberwarter Innenstadt. Wagner verrät: „Das Projekt heißt „Shopping Town“ und beschäftigt sich auf künstlerischer Ebene mit der Thematik des Aussterbens von Innenstädten. Stirbt die Innenstadt, stirbt der Kommunikationspunkt und somit auch das kulturelle Herz der Stadt.

Wer oder was – entgegen aller Gerüchte und baulichen Probleme – definitiv noch nicht stirbt, ist aber das OHO. Das bekräftigt Wagner zum Schluss auch noch einmal: „Wir wandeln seit vielen Jahren ganz geschickt auf Messers Schneide!“