Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Ortsgebiet: Schuss auf Katze. TIERQUÄLEREI / Wieder Schussattentat auf Katze: In der Nähe des Wohngebiets schoss der Täter vermutlich mit einem Flobert auf Emily. Dem Tier geht es wieder gut.

Überglücklich umarmte Lea-Kathrin Schitter ihre Katze Emily. Willi Baldasti und Rudi Schitter sind entsetzt über die irre Tat.  |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

BAD TATZMANNSDORF / Der erschütternde Vorfall ereignete sich in der Vorwoche: Ein unbekannter Täter schoss auf die dreijährige Katze Emily, die Kugel verletzte das Tier am rechten Vorderlauf.

„Das muss am Dienstag rund um die Mittagszeit passiert sein“, vermutet Tierhalter Rudi Schitter, auch bekannt als „Rudi von Lockenhaus“. „Als sie einige Stunden nicht nach Hause gekommen ist, haben wir mit der Suche begonnen.“ Schlussendlich schleppte sich das Tier gegen Abend selbst wieder zurück in den Garten. „Wir sind dann natürlich sofort zum Tierarzt gefahren, um die Wunde versorgen zu lassen“, erzählt Schitter. Fast eine ganze Woche lang wurde Emily in der Praxis von Wilhelm Baldasti in Oberwart behandelt und gepflegt. „Am Montag haben wir sie abgeholt, es geht ihr schon wieder relativ gut“, sind Schitter und seine Tochter Lea-Kathrin erleichtert.

Katze hatte sich die Kugel  durch Lecken selbst entfernt

Laut Baldasti hatte sich die Katze die Kugel, die vermutlich aus einem Flobert stammt, durch Lecken selbst entfernt. Lediglich Splitter fanden sich im Knochen des Vorderlaufs. Jetzt muss Emily noch drei Wochen im Käfig bleiben, damit sie sich nicht stärker verletzt und keine bleibenden Schäden zuzieht. Schitter ist entrüstet darüber, dass der Tierquäler so nah am Ortsgebiet auf Tiere feuert: „Emily geht nie weit weg, das wissen wir. Gleich in der Nähe ihres Reviers ist ein von Fußgängern stark frequentierter Steg über einen Bach, wo viele Kinder spielen, auch ein Wanderweg befindet sich dort. Das ist extrem gefährlich, dort herum zu schießen.“

Eine Anzeige bei der Polizei brachte bis jetzt kein Ergebnis. „Sowohl Baldasti als auch mir ist wichtig, dass der Täter weiß, dass nach ihm gesucht wird. Hoffentlich hält ihn das von weiteren Schüssen auf Katzen ab“, meint Schitter. In Bad Tatzmannsdorf gab es in jüngerer Vergangenheit keinen derartigen Vorfall.