Erstellt am 04. Februar 2014, 14:01

von Eva-Maria Leeb

OSG will Kaserne kaufen. Die OSG interessiert sich für das Kasernenareal in Pinkafeld. SP-Bürgermeister Kurt Maczek bestätigt Gespräche. ÖVP und FPÖ sind empört, da sie nicht informiert wurden.

Kaserne Pinkafeld  |  NOEN
Von Eva-Maria Leeb

Rund 140 Soldaten des Jägerbataillons 19 wurden am Freitag in Pinkafeld angelobt. Stationiert sind die Grundwehrdiener in der neuen Kaserne Güssing, die im März offiziell eröffnet wird. Die Gebäude und das Kasernenareal werden demnächst zum Verkauf ausgeschrieben. Die Stadtgemeinde will auf einem Teil des Areals ein Feuerwehrhaus errichten. In den Häusern sollen Wohnungen adaptiert werden.

Ausschreibung noch im Februar

„Es gab schon Gespräche mit Siedlungsgenossenschaften. Mitte bis Ende Februar wird das ausgeschrieben“, sagt SP-Bürgermeister Kurt Maczek. Dass Interesse besteht, bestätigt auch OSG-Geschäftsführer Alfred Kollar. „Wir haben uns schon länger damit auseinandergesetzt und das Grundstück in Pinkafeld ist sehr interessant für uns. Wir werden hier auf alle Fälle ein Angebot abgeben“, erklärt Kollar. Am Kasernenareal in Oberwart habe man aber kein Interesse: „Ausschließen kann man nichts, aber in Oberwart haben wir viele Grundstücksreserven.“

Aufregung bei den Oppositions-Parteien

ÖVP und FPÖ sind mit den Plänen von SP-Bürgermeister Maczek so gar nicht einverstanden. „Die ÖVP Pinkafeld beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Frage der Nachnutzung. Es wurden örtliche Architekten eingeladen, ihre Ideen einzubringen und sich Gedanken zu machen. Wir haben eine Umfrage gemacht und diese öffentlich präsentiert. Der Bürgermeister hat immer wieder von einem ,Masterplan‘ geredet. Leider hat er nie gesagt, von wem und nach welchen Vorgaben dieser erarbeitet wurde“, ist VP-Vizebürgermeister Friedrich Luisser enttäuscht über den Alleingang von Maczek.

Gemeinderat über Projekt nicht informiert

Auch FP-Gemeinderat Peter Jauschowetz ist verärgert: „Die FPÖ fordert seit Jahren die Vorlage von vernünftigen Ideen und eines Stadtentwicklungsplanes. Da wird was ausgeschrieben, ohne vorher über ein Zukunftsszenario der sinnvollen Nutzung des Geländes nachzudenken. Der Gemeinderat ist über dieses ‚Jahrhundertprojekt‘ nicht einmal informiert.“

Das sieht auch Luisser so. „Es bleibt zu hoffen, dass zumindest alle SPÖ-Gemeinderäte eingebunden sind, denn hier wird ja immer wieder von Zusammenarbeit geredet. Wo diese ist, bleibt jedem in Pinkafeld selbst zu beurteilen. Eine traurige Tatsache, wenn man mit Verantwortungsträgern, die sich konstruktiv einbringen und immer wieder Ideen auf den Tisch legen, nicht spricht“, sagt der VP-Vizebürgermeister.