Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Die ersten Pläne

.
Interview / Am Tag nach der Wahl fing für Georg Rosner die Arbeit an: „Gespräche mit der Verwaltung und Einarbeiten ist am wichtigsten.“

 |  NOEN
Von Michael Pekovics

OBERWART / Einen Tag nach der Stichwahl in Oberwart, bat die BVZ Neo-Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) zum Gespräch. Im Interview spricht der neue Stadtchef über den Ausgang der Wahl, seine Pläne für die Zukunft und warum er das halten wird, was er vor der Wahl versprochen hat.

BVZ: Wie war die erste Nacht als Bürgermeister?

Georg Rosner: Ich habe geschlafen wie ein Baby – aber das wird wohl in Zukunft nicht so weitergehen.

BVZ: Was werden Sie jetzt als Allererstes machen?

Rosner: Am Wichtigsten für mich ist jetzt, mich einmal mit der Verwaltung zusammenzusetzen und Gespräche zu führen. Ich erwarte mir Offenheit und Ehrlichkeit. Danach wird sich entscheiden, was wir als Erstes angehen werden. Aber ich will das alles behutsam angehen und nicht gleich alles auf den Kopf stellen.

BVZ: Ist die Arbeit als Bürgermeister mit Ihrem Zivilberuf vereinbar?

Rosner: Ich muss natürlich meinen ganzen Lebensrhythmus umstellen und werde gewisse Dinge abgeben müssen. Dazu braucht es Gespräche mit meinen Vorgesetzten. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich meinen Beruf am Vermessungsamt weiter voll ausüben kann – dazu ist die Aufgabe als Stadtchef einfach viel zu fordernd.

BVZ: Worauf können sich die Bürger unter einem Stadtchef Georg Rosner einstellen?

Rosner: Ehrlichkeit und Offenheit – das habe ich im Wahlkampf immer gesagt und daran werde ich mich auch halten. Am Sonntag haben wir gefeiert, ab Montag wird gearbeitet. Fix ist, dass der zweite Vizebürgermeister abgeschafft wird. Das wird das Budget jetzt nicht retten, soll aber ein Signal an die Bevölkerung sein, dass auch die Politik dazu bereit ist, bei sich selbst zu sparen.

BVZ: Wann wird der versprochene Kassasturz in Angriff genommen?

Rosner: Sobald meine Einarbeitungsphase vorbei ist. Die Bevölkerung kann sich aber sicher sein, dass ich zu dem stehe, was ich vor der Wahl gesagt habe: volle Transparenz und Offenheit. Das ist allein schon deshalb notwendig, weil ich will, dass alle Gemeinderäte über alles informiert sind. Dann ist es auch möglich, dass Entscheidungen gemeinsam gefällt werden und nicht aus dem Bauch heraus.