Erstellt am 18. Mai 2011, 00:00

Pendeln wird wieder teurer. VERKEHRSVERBUND / Ab 1. Juli steigen die Fahrpreise im Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) um 2,8 Prozent. Die Jahreskarte wird um rund 50 Euro teurer.

Ab 1. Juli steigen die Preise für Verbundtickets um 2,8 Prozent. Eine Jahreskarte wird dann um rund 50 Euro mehr kosten. ARCHIV  |  NOEN
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VON MICHAEL PEKOVICS

REGION / Pendeln nach Wien wird wieder teurer. Der Verkehrsverbund Niederösterreich-Burgenland (VVNB) erhöht per 1. Juli die Fahrpreise um rund 2,8 Prozent. Jahreskarten, deren Gültigkeitsbeginn vor dem 1. Juli liegt, sind von der Tarifänderung aber nicht betroffen.

Jahreskarten werden  um 50 Euro teurer

Laut VVNB sind „ständig steigende Betriebskosten durch Treibstoff- und Energiekosten“ für die Fahrpreiserhöhung verantwortlich. Mit Effizienzsteigerung oder innerbetrieblicher Kostenoptimierungen sei es nicht mehr möglich, die erhöhten Betriebskosten abzudecken. Damit werden Jahreskarten um rund 50 Euro teurer, aber auch die Preise für Einzelfahrten, Wochen- und Monatskarten wurden angepasst (siehe Infobox rechts unten).

Die Argumentation für die Preiserhöhung ist übrigens ident mit jener aus den Jahren 2008 und 2009. 2008 stiegen die Ticketpreise um 3,9 Prozent, 2009 gleich um 4,8 Prozent (2007: plus 3,6 Prozent; 2006: plus 4 Prozent). Das Pendeln mit Bus oder Bahn bleibt aber dennoch günstiger als mit dem Pkw. Auch deswegen, weil sich die Treibstoffpreise in ähnlichem Ausmaß erhöht haben. Laut VCÖ (Verkehrsclub Österreich) kostet eine Jahreskarte von Güssing nach Wien nur rund ein Viertel im Vergleich zu den anfallenden Pkw-Kosten.

Von der Fahrpreiserhöhung sind allein im Bezirk Oberwart mehr als 8.000 Menschen betroffen, die Woche für Woche mit dem Bus nach Wien pendeln, rund 800 davon sogar täglich. „Die Preise machen nicht wir, sondern der Verbund“, sagt dazu Südburg-Direktor Heinz-Peter Krammer, weist aber auch daraufhin, dass „wir im Vergleich zum Pkw immer noch um Längen günstiger sind“.

Bald flächendeckendes  Parkpickerl für Wien?

Ungemach dürfte ab 2012 auch auf die Pkw-Pendler zukommen. Denn die rot-grüne Stadtregierung plant eine flächendeckende Einführung des Parkpickerls. Derzeit werden Modelle ausgearbeitet, die im Herbst präsentiert werden sollen.