Erstellt am 28. März 2012, 00:00

,Pepperl‘ entwischt: 100 Euro Finderlohn. SUCHAKTION / Papagei „Pepperl“ von Josef Karolyi ist weg. Zwei Mal wurde er bereits gesehen, doch jedes Mal flog er davon.

 |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

SPITZZICKEN / Der Ort ist seit Freitag in heller Aufregung. Denn an diesem Tag entwischte Josef Karolyis Papagei Pepi in einem unbeobachteten Moment aus seinem Käfig. „Der Käfig stand im Hof, ich wollte Pepi füttern, als ich einen Blick auf unsere Katze warf – und schon war er weg“, schildert Karolyi.

Noch am selben Tag wurde „Pepperl“, wie Karolyi das zwei Jahre alte Tier liebevoll nennt, gesehen. Allerdings ohne die Chance, ihn zu erwischen. Am Sonntag kam es sogar zu zwei Feuerwehreinsätzen. „Kinder hatten ihn auf einer zwölf Meter hohen Eiche sitzen gesehen. Ich habe dann die Feuerwehr Siget verständigt, die ihre Kollegen aus Großpetersdorf zu Hilfe gerufen hat, weil wir ja eine lange Leiter brauchten.“ Karolyi selbst stieg auf die Leiter und wollte den Papagei mit einem Kescher einfangen – doch dem schlauen Pepi gelang zwei Mal die Flucht. „Das letzte Mal wurde er gesehen, wie er in den Wald geflogen ist. Falls ihn jemand sieht, dann bitte ich darum, mich zu kontaktieren“, sagt Karolyi, der sogar 100 Euro Finderlohn ausgesetzt hat (0664/ 1402842).

„Bei Politiker im Fernsehen  hat er immer geschrien“

Marianne Karolyi befürchtet, dass Pepi die derzeit doch noch recht kalten Nächte zusetzen könnten, hat aber dennoch eine große Hoffnung: „Vielleicht treibt ihn der Hunger wieder nach Hause, bei uns hat er ja immer Spezialitäten bekommen.“ Ihr Gatte beschreibt den Papagei als extrem intelligent: „Er hat immer gesprochen und zu mir sogar ‚Hallo Pepi, aufstehen‘ und ‚Pepi, ich habe Hunger‘ gesagt. Nur wenn Politiker im Fernsehen waren, hat er laut zu schreien begonnen.“ Das Ehepaar möchte sich bei der Feuerwehr Großpetersdorf für den Einfangversuch bedanken: „Vor allem bei Kommandant Oliver Glass, Martin Luipersbeck, Bertram Unger und Ronald Schöpsi.“ Derzeit hält nicht nur das Ehepaar, sondern beinahe ganz Spitzzicken Ausschau nach dem Papagei der Gattung „Blaustirnamazone“. Die beste Chance, ihn zu finden, besteht wohl am Morgen und Abend, wenn sich Pepi auf Nahrungssuche begibt. Normalerweise verstecken sich Papageien dieser Art in Baumkronen.